29.09.2016
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Sterbehilfe: Boykott-Aufrufe gegen phil.Cologne

Im Vorfeld einer Veranstaltung der phil.Cologne zum Thema Sterbehilfe gab es Boykott-Aufrufe. (Symbolbild)

Im Vorfeld einer Veranstaltung der phil.Cologne zum Thema Sterbehilfe gab es Boykott-Aufrufe. (Symbolbild)

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dapd

Köln -

Ein Boykottaufruf einer Initiative gegen Sterbehilfe gegen die phil.Cologne sorgt für Unruhe. Die Initiative habe Mails an Organisatoren und zahlreiche Referenten verschickt mit der Aufforderung, dem Philosophie-Festival fernzubleiben, bestätigte der Philosoph und Journalist Jürgen Wiebicke gegenüber ksta.de. Grund des Aufrufs ist eine Diskussionsveranstaltung zu Thema Sterbehilfe am Donnerstagabend im Stadtgarten, die Wiebicke moderieren wird.

Unter dem Titel „Gibt es ein Recht zu sterben?“ treffen ein Befürworter und eine erklärte Gegnerin der Sterbehilfe aufeinander: Der Arzt und Psychiater Johann Friedrich Spittler hat bereits in zahlreichen Fällen bei Suiziden Hilfe geleistet, er wird auch von einem Kölner Fall berichten. Spittler ist Mitglied bei Dignitas in der Schweiz. Als Gegenpart tritt die Philosophie-Professorin Petra Gehring von der TU Darmstadt auf, die als vehemente Gegnerin gilt.

In dem Boykott-Aufruf werde Spittler als „Mord-Arzt“ tituliert, so Moderator Wiebicke. Die Initiative habe die Ausladung Spittlers gefordert. Seines Wissens habe aber keiner der geladenen Gäste deshalb seine Teilnahme abgesagt. Wiebicke hält es für möglich, dass es bei der Veranstaltung zu Störungen kommen könnte. Es werde auf jeden Fall eine sehr angespannte Situation für alle Beteiligten. Die beiden Gäste hatten zunächst gar nicht miteinander auftreten wollen, dann aber doch zugesagt.


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