27.07.2016
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Steuer-Affäre um Alice Schwarzer: Offene Fragen zum Frauenmediaturm

Der Frauenmediaturm am Rheinufer

Der Frauenmediaturm am Rheinufer

Foto:

Hennes

Köln -

Nach Bekanntwerden der Steuer-Affäre von Alice Schwarzer stellen Ratspolitiker der CDU und der Grünen Fragen zum Frauenmediaturm, einer gemeinnützigen Stiftung in der Südstadt. In dem von der Stadt für rund 16.000 Euro im Jahr gepachteten Gebäude befindet sich das Frauenarchiv.

Eine Etage des mittelalterlichen Turms ist an die von Schwarzer herausgegebene Zeitschrift „Emma“ vermietet. „Die Verwaltung muss darlegen, ob die gewerbliche Vermietung in den Pachtvertrag eingepreist ist“, sagte Grünen-Geschäftsführer Jörg Frank am Mittwoch.

Andernfalls müsste die Stiftung die Einnahmen durch die gewerbliche Vermietung der Stadt zukommen lassen. Auch CDU-Fraktionschef Winrich Granitzka wünscht sich Aufklärung über Mieteinnahmen der Stiftung. Nach eigenen Angaben zahlte der Emma-Verlag für das 48 Quadratmeter große Büro mit sieben Arbeitsplätzen 2012 eine Jahresmiete von 6812 Euro. „Es gibt selbstverständlich eine strikte Trennung zwischen dem kommerziellen Emma-Verlag und der gemeinnützigen Stiftung“, teilte Schwarzer damals mit.

Sie hatte Oberbürgermeister Jürgen Roters in einem Brief wegen einer Kürzung der Landeszuschüsse um einen Erlass der Pacht und ein jährliche Zuwendung in Höhe von 50.000 Euro gebeten. Gelinge es nicht, andere Geldquellen zu erschließen, wäre das ohne erneute private Mäzene „der Todesstoß“ für den Frauenmediaturm, schrieb Schwarzer damals. Roters lehnte ihr Ansinnen mit Hinweis auf die städtische Finanznot ab. (adm)


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