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Straßenbau: Eine Stadt der Großbaustellen

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Foto: stefan worring
In Köln wird gebaut. Einige der Bauarbeiten an den Straßen dauern nur ein paar Tage, andere ein paar Jahre. Der Verkehr stockt dadurch noch mehr. Wir haben einige wichtige Straßenbau-Vorhaben zusammen getragen.  Von
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Köln, du Stadt der Baustellen. An allen Ecken und an jedem Ende wird an den Straßen der Stadt gearbeitet. Es gibt unzählige große und kleine Projekte, manche dauern nur ein paar Tage, andere viele Jahre. Die Folge: Der Verkehr stockt noch eine bisschen mehr als er es ohnehin schon macht – mitunter kommt er ganz zum Erliegen. Wir haben einige wichtige Straßenbau-Vorhaben zusammen getragen.

Cäcilienstraße/Heumarkt:

Die U-Bahn-Baustelle am Heumarkt sorgt nachhaltig für ein Verkehrschaos. Und zwar an dem Platz selbst, bis in Cäcilien-, Augustiner- und Pipinstraße hinein. Täglich stehen ratlose Autofahrer vor der vom Neumarkt aus gesperrten Durchfahrt zur Deutzer Brücke, die von ihrem Navigationsgerät dort hingelotst wurden. In diesem Jahr jedoch sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Denn im Dezember soll die neue U-Bahn-Haltestelle am Heumarkt in Betrieb gehen. 

Lärmschutztunnel Autobahn 1:

Der Lärmschutztunnel über der Autobahn 1 bei Lövenich voraussichtlich Ende diesen Jahres fertig – nach siebenjähriger Bauzeit und ebenso langen Einschränkungen des Verkehrs. Und die nächste folgt sogleich: Wegen Arbeiten am Glasdach des Tunnels, ist die Anschlussstelle Lövenich zwei Nächte lang teilweise gesperrt. In den Nächten zum Freitag, 5. Juli, und Samstag, 6. Juli, jeweils zwischen 21 Uhr abends und 5 Uhr morgens, kann kein Auto aus Norden die A1 in Richtung Aachener Straße verlassen. Eine Umleitung über die Anschlussstelle Frechen (A1) ist ausgeschildert.

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Nach ihrer Vollendung wird die 1,5 Kilometer lange Röhre rund 200 Millionen Euro gekostet haben. Viel schneller als zurzeit darf man aber auch nach Abschluss der Arbeiten nicht fahren. Bei 80 Kilometer pro Stunde ist Schluss. Grund dafür sind Leuchten, die im Abstand von zehn Metern im Tunnel angebracht sind. Fährt man schneller als 80 Kilometer pro Stunde tritt ein „Stroboskop-Effekt“ ein, wie man ihn „aus der Disco kennt“, erklären Ingenieure. Der Effekt irritiere die Autofahrer und erhöhe das Unfallrisiko. Würde man mehr Leuchten installieren, wäre der Effekt verschwunden. Das aber möchte der Bund nicht, weil damit unter anderem die Wartungskosten steigen, hieß es. 

Johannesstraße/Autobahn 1:

Und noch mal die A1. Von Juli diesen Jahres an bis Frühjahr 2015 ersetzt der Landesbetrieb Straßen NRW die Brücke der Autobahn 1, die die Johannesstraße in Pesch überquert, durch eine neue. In der Folge werden einzelne Spuren der Autobahn gesperrt, die Nebenstraßen in diesem Bereich sind zeitweise voll gesperrt. 

Dürener Straße/Militärring:

Die Kreuzung Dürener Straße/Militärring wird seit vergangenem Monat umgestaltet. Die Stadt richtet neue Fahr- und Abbiegespuren ein sowie neue Ampeln. Acht Monate dauern die Arbeiten. Während dieser Zeit kommt es nicht nur zu Behinderungen des Autoverkehrs, auch die KVB-Linie 7 ist betroffen. Das Projekt kostet rund 1,7 Millionen Euro. 

Gustav-Heinemann-Ufer:

Am Gustav-Heinemann-Ufer soll einmal die Nord-Süd Stadtbahn die Rheinuferstraße überqueren. Um das vorzubereiten, wird dort zurzeit die Fahrbahn verschwenkt. Pro Fahrtrichtung bleiben während der Bauzeit durchgehend zwei Fahrspuren erhalten.    Die Wendespur auf der stadteinwärts führenden Fahrbahn in Höhe der Südbrücke ist in dieser Zeit nicht befahrbar, die nächste Wendemöglichkeit besteht etwa einen Kilometer weiter in Richtung Stadtmitte. Im Oktober sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. 

Stadtautobahn-Tunnel Grenzstraße:

Am kommenden Montag beginnt die Sanierung des maroden Straßentunnels zwischen der Zoobrücke und dem Autobahnkreuz Köln-Ost. Ab dann werden einzelne Fahrspuren gesperrt. Bereits seit einem Jahr ist der Tunnel für Lastwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen und für Transporte von Gefahrgut tabu. Für alle anderen Fahrzeuge wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde auf Tempo 50 verringert. Sicherheitsexperten der Feuerwehr hatten an dem 1969 eröffneten Bauwerk erhebliche Brandschutzmängel festgestellt. Es weist zudem Schäden am Beton und den Entwässerungsleitungen auf. Die Generalsanierung soll etwa 30 Millionen Euro kosten.

Frankfurter Straße:

Die Mülheimer Hauptverkehrsachse Frankfurter Straße wird für ein Jahr zur Einbahnstraße – und zum Nadelöhr. Etwa ein Jahr lang lässt die Stadt den Abschnitt zwischen Mülheimer Bahnhof und Wiener Platz umgestalten. Autofahrer müssen in dieser Zeit einige Kröten schlucken: Die Hauptverkehrsachse, die mit Geldern des Programms Mülheim 2020 zur „Flaniermeile“ ausgebaut wird, kann nur noch in nördliche Richtung befahren werden. Wer in den Süden will, muss den Umweg über die Bergisch Gladbacher Straße und die Montanusstraße nehmen. Die Zufahrt zum Parkhaus in der Galerie Wiener Platz bleibt allerdings auch von Norden offen. Je nach Baufortschritt gilt dies im besten Fall bis Herbst dieses Jahres, im schlimmsten bis Frühjahr 2014.

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