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Tanzbrunnen: Wise Guys machen auf Rapper

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Die erfolgreichste A-cappella-Formation Deutschlands gab am ein heimspiel im Tanzbrunnen. Ungewohnten Sound brachten „Aggro Hürth“, zwei junge Vorstadt-Rapper, hinter denen sich die Wise Guys Marc Sahr und Nils Olfert verbargen.  Von
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War es nun am Samstagabend ein Heimspiel, oder war es keins? Auch wenn die Wise Guys samt Proberaum und Studio von Köln nach Hürth gezogen sind: Die traditionellen Konzerte am Tanzbrunnen gehören zum Pflichtprogramm der erfolgreichsten A-cappella-Formation Deutschlands. Und das bereits seit 14 Jahren. „Komischerweise haben wir hier viel mehr Lampenfieber als im Mai beim Evangelischen Kirchentag im Hamburger Stadtpark, bei dem wir vor 65 000 Zuschauern gesungen haben“, verrät Daniel („Dän“) Dickopf den 10 000 Besuchern.

Zum Ausklang ihrer „Zwei Welten“-Tournee präsentierten die Musiker nicht nur drei Stunden lang abwechslungsreichen und technisch einwandfreien Vokal-Pop, sondern nutzten auch die Gelegenheit, um ihren neuen Bassisten vorzustellen. „Wir haben jetzt wieder einen für untenrum“, scherzt Dän, um gleich darauf ein Loblied auf Andrea Figallo zu singen, den die Gruppe vor einem Jahr am Tanzbrunnen kennengelernt und sofort gebucht hatte. Figallo, Italiener, und bis Ende 2012 Sänger der britischen A-cappella-Gruppe „Flying Pickets“, ist der Mann, „der den Bass richtig kann“. Er könne zwar noch kein Deutsch, müsse es aber auch als Bassist nicht unbedingt können, meint Dän. Ähnlich wie sein Vorgänger Ferenc Husta singe der Bass „bei uns eh nur bum, bum, bah oder so was“. Deshalb habe Ferenc die Gruppe Anfang des Jahres freiwillig verlassen und sei nun Profi-Sprecher geworden. „Er wollte sich endlich mal in ganzen Sätzen ausdrücken.“

Ungewohnter Sound

Die witzige Selbstironie kommt beim Publikum gut an. Genau wie der Hörfehler, der aus dem Lied „Der Berg ruft“ den Titel „Der Bär groovt“ entstehen lässt. Die Fans grölen vor Begeisterung über den Gag und den Bären, der aus der Hängematte heraus mit seinem linken Bein wippt. Neben fetzigen Liedern wie „Jetzt und hier“ interpretierte das Quintett mit dem Titel „Nach Hause“ aber auch sehr nachdenkliche Töne: „Ich will nicht mehr kämpfen. Ich will nicht mehr stark sein. Ich will nach Hause. Mein Zuhause ist nicht hier. Mein Zuhause ist bei dir.“ Einen ganz anderen Sound brachten „Aggro Hürth“, zwei junge Vorstadt-Rapper, hinter denen sich die Wise Guys Marc „Sari“ Sahr und Nils Olfert verbergen. „Ich bin aus Hürth“ rappten sie gemeinsam mit Edzard („Eddi“) Hünecke, Daniel Dickopf und Andrea Figallo und bedankten sich für den „krassen Empfang“.

Mit dem indischen Trio Maharaj präsentierten die Wise Guys ein weiteres Gast-Ensemble. Schon in der 15. Generation musiziere die Familienband mit klassischen indischen Instrumenten auf höchstem Niveau, erklärt Eddi. „Wir haben die Musiker bei unserer Indienreise in Delhi kennengelernt.“ Als dritte Gastgruppe holten sich die Wise Guys Kölns Senkrechtstarter Nummer eins, Cat Ballou, auf die Bühne. Mit ihrer kölschen Pop-Hymne „Et jitt kei Wood, dat sage künnt, wat ich föhl, wenn ich an Kölle denk…“ trafen die „Loss mer singe“-Gewinner 2013, das Lebensgefühl Tausender Besucher. Noch ein Heimspiel.

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