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Tanzwerkstatt: Fit für die Prüfung

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Die Schüler der neuen Kölner Werkstatt für Bühnentanz zeigen ihr Können bei einer Aufführung in der Sporthochschule. Foto: Peter Rakoczy
„Dansons“, die neugegründete Kölner Werkstatt für Bühnentanz, versteht sich als Gegenangebot zur Rheinischen Musikschule und den Privatschulen. Die Aufführung „Begegnungen 2“ findet am Donnerstag, den 14. Juni, statt.  Von
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Sprünge und Drehungen, Ausfallschritte und zuckende Gliedmaßen – die sechs jungen Tänzer, die auf die Bühne des Hörsaals  1 der Sporthochschule stürmen, legen eine quirlige Performance auf das Parkett. Enzo, einer der beiden Jungen im Team, schlägt ein Rad und endet in einer Pose, als wäre er der Prinz aus Tschaikowskis Schwanensee. Trainerin Catharina Gadelha verfolgt das Ganze aus dem Zuschauerraum: „Schaut mal ganz genau hin, wie ihr da steht“, ruft sie, als die Musik verstummt. Noch bleibt ihr Zeit für Korrekturen, bei der Aufführung in zwei Tagen soll die Choreografie dann aber sitzen. „Es ist ihre erste Bühnenerfahrung, die sind schon ganz aufgeregt“, erklärt die gebürtige Brasilianerin.

Seit 2011 leitet sie die neugegründete Kölner Werkstatt für Bühnentanz „Dansons“, die sich als Gegenangebot zur Rheinischen Musikschule und den Kursangeboten der beiden privaten Tanzcenter Cologne Dance Center und MadCity versteht. Ziel des Trainings ist eine professionelle Vorbereitung der Schüler auf die Aufnahmeprüfungen an den deutschen und internationalen Tanzhochschulen.

„Sie achtet darauf, dass wir unsere Körper nicht kaputtmachen.

Das wirklich Ungewöhnliche daran ist jedoch, dass die Werkstatt auf Initiative ihrer jetzigen Oberstufen-Schülerinnen entstand. „Wir haben lange in der rheinischen Musikschule zusammengearbeitet, und als meine Kollegin Iskra Zankova und ich die Schule verlassen haben, wollten die Schüler weiter mit uns zusammenarbeiten. Sie haben einen Raum gesucht und sind tatsächlich in der Innenstadt fündig geworden“, erklärt die Tanzpädagogin. An vier Tagen in der Woche darf die Tanzwerkstatt seitdem die Räume der Jugendkunstschule in der Hamburger Straße nutzen. Auch beim Bau einer Ballettstange und einer Homepage hatte es viel Hilfe von außen gegeben.

„Unsere beiden Lehrerinnen arbeiten für ein Minimalgehalt, das wir durch unsere Beiträge abdecken“, sagt Rosina Schreier. Die 20-jährige Studentin ist Catharina Gadelha vor allem wegen ihrer besonderen Trainingsmethoden treu geblieben. „Sie achtet darauf, dass wir unsere Körper nicht kaputtmachen. Bei uns wird nichts erzwungen, wir sollen Spaß am Tanzen haben“, sagt sie.

Mit einem differenzierten Stundenplan versucht Dansons auch dem tänzerischen Wandel an den Hochschulen gerecht zu werden: „Die Hochschulen wollen heute sehen, dass Tänzer improvisieren und choreographieren können – all das lernen sie deshalb auch schon bei uns“, erklärt Gadelha. Zeitgenössische Elemente in die Vorausbildung zu nehmen, sei unglaublich wichtig, „weil heute längst nicht mehr nur das Können im klassischen Ballett gefragt ist“.

Aufführung

Die Aufführung „Begegnungen 2“ der Dansons Werkstatt für Bühnentanz findet am Donnerstag, den 14. Juni 2012, um 20 Uhr im Hörsaal 1 der Sporthochschule, Am Sportpark, statt. Der Eintritt ist kostenlos.

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