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U-3-Betreuung: Kita auf dem Rhein

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So stellen sich die Architekten die schwimmende Kita auf dem Rhein vor. Die Freiluft-Spielfläche liegt im Schiffsrumpf, höher gelegene Flächen werden von Wänden umgeben sein. Foto: Baubox Architekten
In Köln könnte bald die erste Kita auf einem Schiff auf dem Rhein entstehen. Was sich anhört wie eine verrückte Idee, wird ernsthaft geprüft. Grundstücke für neue Kitas sind rar, und ab August gilt der Rechtsanspruch auf eine U-3-Betreuung.  Von
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Eine Kita auf dem Fluss statt zu Lande, Kinder, die auf einer Rasenfläche im Schiffsrumpf herumtoben, Gruppenräume mit Blick auf den Rhein und die vorbeiziehenden Frachter: Was sich anhört wie eine verrückte Idee, könnte in Köln tatsächlich Wirklichkeit werden. Das Kölner Architektenbüro Baubox hat gemeinsam mit dem Designer Claas Reinhard das Projekt einer schwimmenden Kita entwickelt - und damit bei der Stadtverwaltung Begeisterung ausgelöst. "Das ist eine sehr schöne Idee, die wir ganz entschlossen unterstützen wollen", sagt Sozialdezernentin Agnes Klein.

Der Bedarf ist ohne Frage da: Ab August gilt der Rechtsanspruch auf die U-3-Betreuung, allein bis Ende des Jahres muss Köln nach Angaben der Sozialdezernentin rund 1800 Plätze für Kinder bis drei Jahren schaffen. Das entspräche einer Deckungsquote von 38 Prozent. Hinzu kommen 1.000 zusätzliche Plätze für die Drei- bis Sechsjährigen. Wegen des Stopps der vorgezogenen Einschulung muss die Stadt auch hier nachlegen. Doch Grundstücke für neue Kindergärten sind in Köln aufgrund des großen Flächenbedarfs kaum zu haben.

Warum also nicht auf den Fluss gehen, wenn an Land kein Platz ist, haben sich die Architekten von Baubox gedacht. "Frachtschiffe haben genau die Quadratmeterzahl, die man für Kindergärten braucht", sagt Jutta Hemming, "und sie können dort anlegen, wo Bedarf ist." Nach den Plänen der Architekten sollen die Außenspielflächen im Rumpf des Schiffes liegen, so dass keine Gefahr besteht, dass ein Kind über Bord geht. Die Stahlwanne des Schiffs könnte dazu mit Rasen ausgelegt werden. An Bug und Heck könnten Baukörper für die Gruppen - und Personalräume und den Empfang entstehen. Große Panoramafenster würden freien Blick auf den Fluss und die vorbeifahrenden Schiffe gewähren.

So könnte ein Gruppenraum aussehen. Große Panoramafenster geben den Blick frei auf den Fluss. Foto: Baubox Architekten

Die Architekten wollen jetzt in die konkreten Planungen einsteigen. Frühestens Ende des Jahres könnte ein erstes Kita-Schiff fertiggestellt sein, so Architektin Jutta Hemming. Möglicher Standort: der Mülheimer Hafen. Mehrere private Investoren hätten bereits Interesse angemeldet. Die Stadt werde das Projekt positiv begleiten und Hilfestellung leisten, hat Dezernentin Agnes Klein bei einem Treffen mit den Architekten versichert. Sie warnt allerdings auch: "Die Idee ist sehr anspruchsvoll und nicht ganz einfach zu realisieren." Fluchtwege, Brandschutz, das ganze müsse absolut sicher sein. Da es sich bei dem Rhein um eine Wasserstraße handelt, müssten zudem spezielle Genehmigungen auch von Bundesbehörden eingeholt werden.

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Das Grundproblem der Stadt wird jedoch auch die schwimmende Kita nicht lösen. "Man darf sich das keinesfalls so vorstellen, dass wir demnächst ein Flotte von Kita-Schiffen auf dem Rhein haben", so Klein. Besonders großen Nachholbedarf an Plätzen gebe es im Kölner Süden und in Nippes, aber eigentlich fehlten die Plätze überall. Klein: "Beim U-3-Ausbau bleiben wir schon an Land."

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