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Umzug: Zu Besuch im Hans-Süper-Saal

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Hans Süper mit hundertjähriger Ukulele in seiner Stammkneipe in Sülz. Foto: Simon Broich
Hans Süper will es ruhiger angehen lassen. Im Karneval hatte sich das Kölner Original schon rar gemacht. Einen Umzug hat er sich jüngst dennoch aufgebürdet. Natürlich innerhalb seines Lieblingsveedels.  Von
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Jahrzehntelang ist Hans Süper mit Ehefrau und Angelausrüstung dem Kölner Trubel für Monate Richtung Spanien entflohen. Damit ist nun Schluss. Dass er Köln in der vergangenen Karnevalssession Gran Canaria vorgezogen hat, soll keine Ausnahme bleiben.

Kurz vor seinem 77. Geburtstag hat der kölsche Superstar und Entertainer beschlossen, es ruhiger angehen zu lassen und nicht mehr nach Spanien zu reisen. Geangelt wird vorerst nur noch von der Alten Liebe in Rodenkirchen aus oder an der Ostsee. Für den Sommer ist ein Urlaub auf Usedom geplant, wenn es seine Gesundheit und die seiner Frau Helga zulässt.

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Und noch auf eine weitere tiefgreifende Veränderung hat sich das Sülzer Original eingelassen: Süper hat die Umzugskartons gepackt und ist aus der Wohnung an der Luxemburger Straße, wo er schon als Kind mit seinen Eltern lebte, in eine Wohnung an der Berrenrather Straße gezogen. Das Haus sei in einem miserablen Zustand gewesen („Da konnte man im Keller Fische fangen“), so sei ihm der Umzug nicht schwergefallen. „Die Hauptsache ist, dass wir nicht aus Sülz rausmussten.“

Die Auftritte im Karneval nach langer Abstinenz haben ihm gutgetan. Doch sein Fazit fällt gemischt aus: „Das ist mir alles zu laut“, sagt der Meister der leisen Töne. Umso mehr habe er seinen Auftritt bei der Prinzenproklamation genossen. „Ich hatte Muffe hoch zehn“, sagt er.

Ein farbenprächtiges Porträt als Dankeschön vom Maler Wolfgang Loesche. Foto: KStA

„Aber dann habe ich im Erfolg gebadet.“ Eine Stecknadel hätte man im Saal fallen hören können, so aufmerksam seien die Menschen im Gürzenich gewesen. „Dat jeit mir erunger wie beklopp“, erzählt der kölsche Clown in seinem Stammlokal, dem „Sölzer Klaaf“. Stolz führt er durch den „Hans-Süper-Saal“, aus dem die Wirte zusammen mit zwei Stammgästen, Johann Kohler und Günter Weber, ein kleines Museum mit Fotos, Urkunden und Erinnerungsstücken für den kleinen großen Mann des „Colonia Duetts“ oder des „Süper-Duetts“ gemacht haben.

Hinter Glas kann man eine Mandoline bestaunen, die nach Süpers Schätzung hundert Jahre alt ist. Damit sei er als Jugendlicher mit seinem Bruder als „Zwei Schnürreme“ aufgetreten. In dieser Woche kam eine weitere Sehenswürdigkeit dazu. Der Maler Wolfgang Loesche schenkte Süper ein Farbporträt als Dankeschön für eine Süper-Ukulele mit Widmung. Dazu Loesche: „So stolz war ich selten.“

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