27.07.2016
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Unterbringung für Flüchtlinge: Dezernentin verspricht eigene Bäder

Die Stadt Köln sucht Unterkünfte für Flüchtlinge.

Die Stadt Köln sucht Unterkünfte für Flüchtlinge.

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dpa

Köln -

Sozialdezernentin Henriette Reker hat am Donnerstag angekündigt, dass die voraussichtlich benötigten zehn Container-Standorte für etwa 700 Flüchtlinge den Leitlinien zur Unterbringung entsprechen werden. Demnach soll es sich um abgeschlossene Wohnungen mit Küche und Bad handeln. Pro Standort sollen 70 bis 80 Flüchtlinge untergebracht werden. Die Kosten für Miete und bauliche Vorbereitung werden vermutlich bei mehreren 100 000 Euro liegen. Wo die Standorte liegen, will die Stadt nicht bekanntgeben. „Ich kann nicht ausschließen, dass wir zur Flüchtlingsunterbringung Grundstücke und Gebäude beschlagnahmen werden“, sagte Reker.

Das NRW-Innenministerium würde laut Reker begrüßen, wenn in Köln eine Erstaufnahmeeinrichtung des Landes für 500 bis 700 Menschen entstehen würde: „Wir würden dann einmalig diese Zahl an Flüchtlingen weniger zugewiesen bekommen.“ Anmietung und Unterhaltskosten würde das Land tragen, die Herrichtung des Gebäudes müsste die Stadt übernehmen. „Wir müssen ausrechnen, ob sich das lohnt“, so Reker. Zudem würde die Einrichtung den Leitlinien widersprechen, gab sie zu bedenken. Die Stadt hatte prognostiziert, dass in den nächsten zwei Jahren 2000 zusätzliche Flüchtlinge in Köln untergebracht werden müssen. „Wir haben sehr konservativ gerechnet, aber niemand kann in eine Glaskugel schauen und sagen, was tatsächlich passieren wird“, sagt Reker.