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Wegen Nötigung vor Gericht: Lkw-Fahrer erschreckte Fußgänger

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Symbolbild Foto: dpa
Ein Lkw-Fahrer hatte an einer Ampel derart Gas gegeben, dass Fußgänger erschrocken zur Seite sprangen. Vor dem Amtsgericht kam der Verkehrsrowdy glimpflich davon. Jetzt soll geprüft werden, ob der 24-Jährige führerscheintauglich ist.  Von
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Glimpflich davongekommen ist ein Verkehrsrowdy am Freitag vor dem Kölner Amtsgericht. Der 24-jährige Aushilfsfahrer eines Getränkemarkts hatte mit seinem Lastwagen an der Kreuzung Buschfeldstraße Ecke Bergisch Gladbacher Straße in Holweide an einer Ampel derart Gas gegeben, dass Fußgänger erschrocken zur Seite sprangen. Ein Elternpaar mit Kinderwagen hatte bei grüner Ampel gerade die Fahrbahn betreten, als der Lkw-Fahrer ihnen rasant die Vorfahrt nahm und ohne das Tempo zu reduzieren weiter- fuhr.

Zeuge unter Schock

Geistesgegenwärtig hatte der Vater im letzten Moment den Kinderwagen zurückgerissen: „Sonst wäre es zum Zusammenstoß gekommen“, erinnerte sich der 21-Jährige im Zeugenstand: „Ich stand regelrecht unter Schock.“ Der Mann hatte sich das Kennzeichen notiert und den Fahrer wegen Nötigung angezeigt. Weil der Angeklagte sich im Prozess wortreich entschuldigte und ansonsten nicht vorbestraft ist, beließen es Anklage und Richterin bei einer Verfahrenseinstellung. Allerdings wurden sie hellhörig, als der Angeklagte berichtete, er habe zu früheren Zeiten an Wahnvorstellungen gelitten und deshalb wiederholt stationäre psychiatrische Hilfe in Anspruch nehmen müssen.

Auch im Prozess hatte er zeitweise einen verwirrten Eindruck hinterlassen, so dass die Richterin anmerkte: „Sie scheinen mir etwas durch den Wind.“ Jetzt soll seine Akte dem Straßenverkehrsamt vorgelegt werden: Die Behörde müsse prüfen, ob der 24-Jährige überhaupt noch führerscheintauglich ist, hieß es am Rande des Verfahrens.

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