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Women's Run: Rosafarbener Strom am Rhein

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Läuferinnen
Impressionen vom Women's Run 2011. (Bild: Rakoczy)
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Das Rheinufer leuchtet rosa. Die Hohenzollernbrücke auch. Ein pinkfarbener Strom bahnt sich den Weg Richtung Deutz. Wenn Köln Rosa sieht, ist Women’s Run: 6600 Läuferinnen nahmen am Sonntag am größten Frauenlauf in NRW teil. Fast alle trugen das rosafarbene Mottoshirt mit dem Aufdruck „Running Queen“. Laufend oder walkend bestritten je 3300 Frauen die fünf und acht Kilometer lange Strecken – vom Tanzbrunnen aus am Rhein entlang, über die Deutzer Brücker, am Altstadtufer entlang, über die Hohenzollernbrücke und zurück zum Tanzbrunnen.

„So sehen Sieger aus, schallalalala“, grölen mehrere Frauen mit roten Köpfen und strahlenden Gesichtern. Der Fünf-Kilometer-Lauf ist beendet, auch für Simone Benen-Heyer und Katja Immes. Die beiden 38-Jährigen aus Viersen posieren am Rheinufer vor dem Dom für ein Foto. „Die Stimmung war super! Das Kölner Flair ist einmalig“, schwärmt Benen-Heyer. „Die Hohenzollernbrücke hat total geschwankt unter unseren Füßen.“ Mitgelaufen sind sie nur aus Spaß. „Was sind schon fünf Kilometer?“ Duschen wollen sie jetzt trotzdem. „Wobei der Geruch bei uns Frauen sehr süßlich ist. Bei so vielen Männern auf einem Haufen würde das eher an einen Pumakäfig erinnern.“

Im Ziel erhält jede Läuferin eine rosafarbene „Running Queen“-Tasche, die mit Sportmagazinen und Kosmetikpröbchen gefüllt ist. Während die Frauen in der Beauty-Lounge Schlange stehen, um sich die Beine massieren zu lassen. fungieren ihre Männer derweil als „Taschenträger“ – wie der Aufdruck auf einigen blauen T-Shirts verkündet.

Neun Frauen vom Krefelder Lauftreff freuen sich währenddessen auf ihren Start beim Acht-Kilometer-Lauf. Als Erkennungszeichen haben sie kleine Schleier in ihren Haaren befestigt – natürlich in Pink. „Einige von uns haben Marathonerfahrung. Hier machen wir ohne Zeitmessung mit und vor allem wegen der Geselligkeit“, sagt Vera Kuchem. Auch für Klärchen Joost, mit 85 Jahren die älteste Teilnehmerin, ist das Ergebnis nebensächlich. „Mit 60 sind mein Mann und ich unseren ersten Marathon gelaufen. So lange meine Gelenke mitmachen, laufe ich weiter.“ Zweimal pro Woche je zehn Kilometer . Eine halbe Stunde vor dem Start beginnt das kollektive Aufwärmen der rosafarbenen Masse. Eingeheizt von zwei Fitnesstrainern und Partymusik hüpfen die Frauen von einem Bein aufs andere, strecken die Arme in den Himmel und rennen auf der Stelle. Ein herrlicher Anblick! Viele Frauen haben sich verkleidet, tragen Krönchen, Cowboyhüte, Federboas, pinkfarbene Tüllröcke oder grelle Perücken.

Der einsetzende Regen mindert die Stimmung im Startbereich nicht. Die Frauen tanzen zu „Hey Kölle“ und „Viva Colonia“. Angefeuert von Freunden, ihren Männern und Kindern laufen sie los. Sanaa Koubaa erreicht nach 28:27 Minuten als Erste das Ziel. Sie hat auch den Fünf-Kilometer-Lauf (17:38) gewonnen.

Zwei stark behaarte Waden fallen zwischen den Frauenbeinen im Ziel auf: Bernadette und Stephanie geben sich alsBernd und Stephan zu erkennen – geschminkt, mit blonden Perücken und Luftballon-Brüsten. „Wir wollten wissen, wie es sich als Frau anfühlt“ sagt Stephan. Sein Fazit: „Ganz schön warm unter der Perücke. Und die Brüste stören beim Laufen.“

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