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Zu wenig Raum: Studenten leiden unter Wohnungsnot

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Ein Containerwohnanlage Keetwonen für Studenten in Amsterdam. Foto: dpa
Die Studenten in Köln leiden unter dem Wohnraummangel in der Stadt. Eine „Katastrophe“ nennt es der AStA. Containerwohnheime, wie sie etwa in den Niederlanden üblich sind, lehnen Kölner Politiker jedoch ab.  Von
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Die Wohnungsnot bei Studenten ist groß. Obgleich die Schar interessierter junger Leute, die der Einladung des Allgemeinen Studentenausschusses (Asta) zur Diskussion mit Politikern, Hochschulvertretern und dem Kölner Studentenwerk gefolgt war, für die Veranstalter unerwartet klein war. „Es ist schon eine Art Katastrophe“, sagte Alex Suchomsky vom Asta im Senatssaal der Universität. Er sprach von Notunterkünften, nach denen verzweifelte Studenten den AStA gefragt hätten und von Klagen über Wucherpreise für Zimmer. Allein beim Kölner Studentenwerk stehen immer noch 970 Bewerber auf der Warteliste für einen Wohnheimplatz. „Und wir wissen nicht, wie viele Leute noch bei Freunden vorübergehend wohnen können“, sagte Suchomsky.

Eine Art Katastrophe, die hausgemacht ist, wie der Landtagsabgeordnete Jochen Ott (SPD) einräumte: „Da ist von der Politik etwas falsch gemacht worden.“ Aber nicht nur vom Land: Der Wohnraummangel für Studenten ist in Köln seit Jahrzehnten Thema. An diesem Abend sollten laut Einladung konstruktive und kreative Lösungen gefunden werden. Stattdessen waren von den Politiker eher Hilferufe zu hören. „Wir brauchen jetzt öffentliche Investitionen“, sagte Jochen Ott. „Wir müssen eine Clearingstelle mit dem Asta bilden“, sagte Jörg Detjen (Die Linke). „Wir brauchen auch private Akteure zum Bau von Wohnraum“, warf Barbara Moritz (Die Grünen) ein.

Tropfen auf den heißen Stein

Das Studentenwerk präsentierte eigene Pläne: „Wir sind bereits in Gesprächen, eine Schule in der Stolzestraße in ein Wohnheim umbauen zu können. Das könnten 60 bis 70 Plätze werden“, teilte Geschäftsführer Peter Schink mit. Und es gebe Gespräche für den Bau eines Studentenwohnheims auf dem Parkplatz am Unicenter mit 150 bis 200 Plätzen. „Letztlich auch nur Tropfen auf den heißen Stein“, nannte Suchomsky diese Aussicht. Frühere Landeszuschüsse für den Wohnheimbau seien gestrichen worden. Es gebe nur noch Darlehen, „und das Kreditprogramm reicht nicht“, sagte Jochen Ott. Es fehlten Bauflächen in der Stadt. Würden welche angeboten, seien die Preise hoch.

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Zu den Wunschträumen gehörten auch die leerstehende Polizeistation in Kalk und das Justizgebäude – nach einem möglichen Auszug der Juristen, aber diese Liegenschaften gehörten dem Land. „Da müssen erst Gesetze geändert werden, damit es dort einen Anspruch auf den Bau von Studentenwohnheimen geben kann. Und das dauert noch“, so Ott.

Investoren ziehen sich zurück

Auch den Hochschulen ist die schwierige Lage ihrer Studierenden bekannt. Private Investoren gebe es zwar, die Erfahrung hat Sylvia Heuchemer, Vizepräsidentin der Fachhochschule in Gesprächen gemacht, „aber die ziehen sich sofort zurück, wenn sie für ein Zimmer nicht mehr als 320 Euro verlangen können“.

Zu Containerwohnheimen, wie sie die Stadt München für Studenten bereits aufgestellt hat und die in den Niederlanden längst etabliert sind, sagten Ott und Moritz knapp: „Das kommt nicht in Frage.“ So bleibt offen, wie die Stadt mit dem Ansturm des zweiten Abitur-Doppeljahrgangs umgehen wird. „Der kommt im Sommer“, warnte Peter Schink, „da rechnen wir mit mehr als 10 000 Anfragen auf unsere 4600 Plätze.“

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