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Allofs-Nachfolge: Eichin verlässt Haie in Richtung Werder

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Thomas Eichin (l.) bei seiner Vorstellung in Bremen. Foto: dpa
Nach 13 Jahren müssen sich die Kölner Haie einen neuen Geschäftsführer suchen. Ex-Profi Thomas Eichin verlässt das Rheinland und wird Nachfolger von Klaus Allofs bei Werder Bremen. Der 46-Jährige soll einen Vertrag bis 2016 erhalten.  Von
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Köln

Die Kölner Haie erfuhren es schon kurz vor Weihnachten. Ihr langjähriger Geschäftsführer Thomas Eichin wird den achtmaligen Eishockey-Meister am 30. April 2013 verlassen und beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen anheuern. Der 46-Jährige, der 1999 zu den Haien gekommen war, wird in Bremen als Geschäftsführer Sport die Nachfolge von Klaus Allofs antreten, sein Vertrag läuft bis 2016.

Eichin war 15 Jahre Profi bei Borussia Mönchengladbach, er hatte in den vergangenen Jahren immer mal wieder mit einer Rückkehr in den Fußball geliebäugelt. Nun machte er ernst: "Es war immer mein Traum, wieder im Fußball zu arbeiten", sagte er. "Das Angebot aus Bremen hat mich von Beginn an überzeugt. Es ist ein perfekter Einstieg in den Fußball. Man hat mir in Bremen von Anfang an das Gefühl gegeben, dass man mich unbedingt will. Das ist ein gutes Gefühl."

Die Kölner Haie reagierten nicht geschockt, aber traurig auf den Abgang Eichins, der in Köln noch einen Vertrag für drei Jahre hatte. "Als Thomas uns über das Bremer Angebot informiert hat, war klar, dass wir ihm keine Steine in den Weg legen. Wir wussten, dass es sein Traum ist. Das ist eine große Chance für ihn. Wir haben seinem Wunsch sehr schweren Herzens entsprochen", sagte Peter Schönberger, Sprecher der Haie-Gesellschafter, der betonte, wie loyal sich Eichin verhalten habe. "Wir freuen uns, dass er bis zum Ende der Saison bleibt. Hätten wir darauf gepocht, dass er seinen Vertrag erfüllt, dann hätte er das getan." Eine Ablösesumme werden die Haie laut Schönberger aus Bremen nicht erhalten.

Wird der KEC den Eichin-Abgang verkraften?

Wer Eichins Nachfolger wird, ist offen. Schönberger will in den nächsten Tagen ein detailliertes Anforderungsprofil entwerfen. Fest steht: Der neue Geschäftsführer soll möglichst betriebswirtschaftlich ausgebildet sein, und er muss nicht zwangsläufig aus der Welt des Eishockeys kommen. "Es schadet aber auch nichts, wenn er sich damit auskennt", sagte Schönberger. "Eishockey ist ein schweres Geschäft." Bis Ende April soll der Posten neu besetzt sein. Eichin ist gern bereit, dem Klub bei der Suche zu helfen. "Ich gebe gern Ratschläge, mir liegt der Verein am Herzen. Ich wünsche mir, dass es in Köln gut weitergeht." Er hinterlässt beim KEC ein bestelltes Feld. 2009 und 2010 war der KEC jeweils knapp der Insolvenz entgangen. Nachdem Eichin im Sommer 2010 die neuen Gesellschafter um Schönberger gefunden hatte, ging es aber wieder bergauf mit den Haien.

Ein Wort mitreden wird bei der Entscheidung über Eichins Nachfolger KEC-Trainer und -Manager Uwe Krupp, unter dessen Leitung der Verein in dieser Saison wieder zu einem DEL-Spitzenklub avanciert ist. Der 47-Jährige freut sich für Eichin: "Das ist eine tolle Möglichkeit, eine Supersache. Ich drücke ihm die Daumen." Über die Zukunft ohne den Kollegen macht sich Krupp keine Sorgen, er sieht die Sache gewohnt pragmatisch: "Ich kann mit jedem zusammen- arbeiten. Er muss nur mit offenen Karten spielen, kompetent sein, und er sollte Persönlichkeit haben", meint Krupp. Wie Eichin müsse auch die neue Kraft idealerweise als Bindeglied zwischen den Haie-Gesellschaftern und sportlicher Leitung fungieren.

Eichin selbst würde sich nach all den Jahren am liebsten mit seiner zweiten deutschen Meisterschaft nach 2002 aus Köln verabschieden: "Das wäre am schönsten. Dafür werde ich in den nächsten Monaten alles tun."

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