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Aus den Birken: Der Rückhalt der Kölner Haie

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Der Rückhalt der Kölner Haie: Danny aus den Birken Foto: Rainer Dahmen
Haie-Keeper Danny Aus den Birken hat auch in den Playoffs die besten Statistiken aller Goalies. Sein Gegentorschnitt und seine Fangquote bieten in der statistikverliebten Sportart Eishockey sensationelle Werte auf.  Von
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Bevor ihm die Pucks um den Helm fliegen können, steht Danny aus den Birken immer völlig versunken auf dem Eis. Wird vor den Spielen die Startformation genannt und sein Name aufgerufen, registriert er das kaum. Auch die Anfeuerungen der Fans ziehen an ihm vorbei. Sobald ein Spiel beginnt, ist der der Haie-Keeper , wie er sagt, „im Tunnel“. Er blendet alle Nebengeräusche aus, konzentriert sich allein auf seine Aufgabe: Er muss Hartgummischeiben eines Durchmessers von 7,62 Zentimetern daran hindern, hinter die Torlinie zu gelangen.

Und das macht er in dieser DEL-Spielzeit besser als jeder andere Goalie der Liga. Der Haie-Keeper war der erfolgreichste Torhüter der Hauptrunde, und er führt auch in der Endrunde die Wertung der Keeper an. Sein Gegentorschnitt lag vor dem dritten Spiel der Serie „Best of 5“ der Kölner gegen Berlin am Freitagabend (20.30 Uhr) bei 1,69 pro Partie, seine Fangquote betrug 94,8 Prozent; ihm gelangen in den Playoffs zwei Shut-outs, Spiele ohne Gegentreffer. Das sind sensationelle Werte in der statistikverliebten Sportart Eishockey.

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Aus den Birken steht in jedem Spiel unter maximaler Anspannung, er fühlt sich in den Playoffs deshalb nicht anders als sonst. „Druck habe ich immer, vom ersten Spieltag an“, sagt der 28-Jährige. Er hat gelernt, damit umzugehen. Wie auch immer die Saison für die Haie endet, für Aus den Birken ist es die erfolgreichste seiner Laufbahn.

Trainer Uwe Krupp machte ihn vor dem Saisonstart zur Nummer eins im Haie-Tor, offenbar brauchte Aus den Birken dieses Vertrauen, um sich weiterzuentwickeln. Der Rheinländer, geboren in Düsseldorf und aufgewachsen in Neuss, hatte sich in der vergangenen Spielzeit den Job im KEC-Kasten noch mit  Youri Ziffzer geteilt. Aus den Birken hielt damals mal gut, mal weniger gut – war insgesamt aber sicherer als Ziffzer, der inzwischen nur noch einspringt, wenn der Teamkollege eine Pause braucht.

Seine professionelle Karriere begann Aus den Birken im Alter von 15 Jahren im DNL-Team der Adler Mannheim. Von 2003 an kam er bei deren Partnermannschaft Heilbronner Falken in der 2. Bundesliga, später in der Oberliga – und ab und an auch bei den Profis der DEL-Mannschaft zum Einsatz. Aus den Birken hatte in dieser Zeit einige starke bis brillante Keeper vor sich: Mike Rosati, Freddy Brathwaite, Cristobal Huet, auch den 2009 verstorbenen Robert Müller lernte er in Mannheim kennen. Am meisten habe er  sich bei Huet abgeschaut, sagte Aus Birken einmal im Gespräch mit der „Rheinpfalz“, Huet sei ein „Wahnsinnstorwart“.  Der Schweiz-Kanadier  spielte von 2004 bis 2005 während der Aussperrung in der NHL in der Kurpfalz – und kehrte danach  in die beste Eishockey-Liga der Welt zurück. 2007 gehörte Aus den Birken zum Adler-Team, das die letzte Mannheimer Meisterschaft gewann. Er stand damals allerdings in der ganzen Saison nur dreimal und in den Playoffs gar nicht im Tor. 2009 verlängerten die Adler Aus den Birkens Vertrag schließlich nicht mehr. Er galt zwar als Talent, man traute ihm aber nicht die nötige Konstanz zu, um zur Nummer eins im Tor eines DEL-Spitzenteams aufzusteigen.

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So ging Aus den Birken zum Provinzklub Iserlohn, wo er sich  aber auch nicht durchsetzte, seinen Vertrag im November 2010 auflöste und kurzfristig zum KEC wechselte. Die Kölner brauchten dringend einen neuen Keeper, da der vom damals bereits entlassenen Coach Bill Stewart verpflichtete, nicht gerade fitte Wade Dubielewicz einen Kreislaufkollaps erlitten hatte.

Uwe Krupp hatte dem KEC zur Verpflichtung  Aus den Birkens geraten. Krupp war zwar noch Bundestrainer, engagierte sich im Hintergrund aber schon bei den Haien.

Aus der Not- wurde eine Dauerlösung. Aus den Birken hat bei den Kölner Haien  einen bis 2014 gültigen Vertrag. Und mit seinen 28 Jahren kommt er gerade erst ins beste Torwart-Alter.

 

 

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