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DEL-Derby: Haie gehen in Düsseldorf unter

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Der Düsseldorfer Carl Ridderwall (r.) und der Kölner Björn Krupp (l.) im Zweikampf um den Puck. Foto: dpa
Die Kölner Haie haben gegen die Düsseldorfer EG einen Dämpfer hinnehmen müssen. Das Team von Uwe Krupp verlor gegen einen entschlossenen Tabellenletzten mit 2:6. Im Duell mit Mannheim bedeutet dies weiter Platz zwei für den KEC.  Von
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Düsseldorf

Die Kölner Haie haben der gebeutelten Düsseldorfer EG ein Glückerlebnis zum Saisonausklang beschert. Die Mannschaft von Trainer Uwe Krupp kassierte am Freitagabend ein 2:6 (1:2, 0:2, 1:2) im 199. rheinischen Derby, das die Düsseldorfer Fans im ISS-Dome nach Spielende zu minutenlangen Jubelstürmen animierte. Und die Kölner arg deprimierte, denn es war ein bedenklich schlechter Auftritt der Kölner, sie gingen die Partie gegen den Tabellenletzten am vorletzten DEL-Hauptrundenspiel sehr pomadig und arrogant an. Die erste Kölner Niederlage im vierten Saisonspiel gegen die DEG war hochverdient.

Vor der Partie hatte Elmar Schmellenkamp, Geschäftsführer des finanziell angeschlagenen Klubs, zum Volk gesprochen. Er bedankte sich für die Unterstützung, die das Team trotz seiner Erfolglosigkeit erfahren hat. Und er stellte die wirtschaftliche Rettung des Traditionsklubs in Aussicht: „Ich hoffe und glaube, dass wir uns im September wiedersehen“, sagte er. Düsseldorf hat im vergangenen Jahr seinen Hauptsponsor verloren – und sich davon bisher nicht richtig erholt.

Uwe Krupp zum Spiel

"Die DEG hat über 60 Minuten gut gespielt und verdient gewonnen, auch die Höhe des Ergebnisses geht in Ordnung. Ich will mich über die Leistung meiner Mannschaft gar nicht so sehr äußern. Nur soviel: Wir müssen am Sonntag gegen Nürnberg besser spielen."

Zwar brachte Felix Schütz den KEC nach schöner Vorarbeit von Torsten Ankert mit 1:0 in Führung (10. Minute), der Treffer verstärkte jedoch nur die lässig-überhebliche Haltung der Haie. Youri Ziffzer, der erneut den angeschlagenen KEC-Stamm-Torhüter Danny aus den Birken ersetzte, sah seinerseits sehr unglücklich aus, als ihm der Puck nach einem harmlosen Schuss von Colin Long zum 1:1 durch die Schoner flutschte (14). Beim 2:1 für Düsseldorf kam Carl Ridderwall gut drei Minuten später halbrechts frei zum Schuss. Die Haie schauten nur zu und sahen so aus, als hätten sie keine rechte Lust zu fighten.

Predigt für schlappe Profis

Trotz des Rückstandes präsentierten sich die Kölner weiterhin in Gönnerlaune, sie konnten sich nicht dazu durchringen, den Gegner ernst zu nehmen. Und auch im Mitteldrittel unterstützte Ziffzer das Projekt, Düsseldorf glücklich zu machen: Er ließ diesmal einen harmlosen Schuss von Drew Paris passieren (30.). Nachdem nur zweieinhalb Minuten später Justin Bostrom auf 4:1 erhöht hatte, nahm der deutlich verstimmte Krupp eine Auszeit, heftig gestikulierend hielt er seinen schlappen Profis eine kleine Predigt. Echte Wettkampfspannung bauten die Kölner Profis aber auch danach nicht auf. Man sah vor allem von Routiniers wie Philip Gogulla Andreas Falk oder Andreas Holmqvist meist Alibi-Aktionen.

Erst im Schlussabschnitt rissen sich die KEC-Profis ein wenig zusammen. Sie setzten Düsseldorf erstmals zumindest ansatzweise unter Druck, ihre Konzentration blieb jedoch zu niedrig, Marcel Ohmann ließ sich in der 48. Minute einfach die Scheibe abnehmen. Das Resultat war ein Kontertor durch Travis Turnbull. Der Schwede Daniel Tjärnqvist verkürzte für Köln auf 2:5 (51.), bevor Bostrom das 6:2 erzielte (54.).

Am Sonntag haben die Haie die Möglichkeit, im Heimspiel gegen Nürnberg (14.30, Lanxess-Arena) Wiedergutmachung zu leisten – und vielleicht doch noch mit einem guten Gefühl in die Playoffs zu gehen, die am 20. März starten.

Kölner Haie: Ziffzer – Tjärnqvist, Holmqvist – Kranjc, Müller – Lüdemann, Ankert – Krupp – Sturm, Falk, Minard – Robinson, Stephens, Tripp – Gogulla, Schütz, Weiß – Ohmann, Classen, Ticar. – Zuschauer: 12 102. – Schiedsrichter: Jablukov (Berlin), Schukies (Herne). – Strafminuten: Düsseldorf 6/Köln 6. – Tore: 0:1 Schütz (9:22), 1:1 Long (13:58), 2:1 Ridderwall (17:12), 3:1 Paris (29:27), 4:1 Bostrom (31:55), 5:1 Turnbull (47:52), 5:2 Tjärnqvist (50:37), 6:2 Bostrom (53:38).

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