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DEL-Finale: Haie kämpfen gegen Heimkomplex

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Bisher konnten weder die Haie noch die Eisbären vor dem eigenen Publikum überzeugen.  Foto: dpa
Sowohl die Kölner Haie als auch die Eisbären Berlin bestätigen mit ihren bisherigen Final-Resultaten den Trend der gesamten Saison. Unterdessen ging auch das Verbal-Duell zwischen Eisbären-Star Florian Busch und den Haien in die nächste Runde.  Von
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Berlin

Mit Orakeln muss man Uwe Krupp nicht kommen, selbst wenn knallharte Statistik dahintersteht. 83 Prozent der Playoff-Serien „best of 5“ werden von der Mannschaft gewonnen, die das zweite Spiel für sich entschieden hat. „Jeder Fünfte ist Chinese, aber ich sehe hier keinen“, konterte Krupp am Dienstagabend, nachdem seine Mannschaft bei den Eisbären Berlin das zweite Spiel der Serie gewonnen hatte.

Die Rechnung mit dem zweiten Spiel wird gern von Lance Nethery ins Feld geführt, dem Geschäftsführer der Haie. Krupp lässt sich von den Rechenspielen des kanadischen Kollegen nicht beeindrucken: „Auch der Lance ist manchmal emotional.“ Tatsächlich brachte das 3:1 der Haie kaum neue Erkenntnisse über den möglichen Ausgang der Serie – außer, dass es aus Kölner Sicht nicht 0:2 steht, sondern 1:1. „Alles beginnt wieder bei null“, sagt Krupp.

Es ist ein Duell auf Augenhöhe, die Kölner sind dem Rekordmeister vom Leistungsvermögen ganz sicher näher als im Viertelfinale 2012, das sie 0:4 verloren, und wohl auch näher als im Finale 2008 (1:3). Das war eines ihrer Saisonziele.

„Müssen mindestens einmal zu Hause gewinnen“

Marco Sturm formulierte das Unausweichliche: „Wenn wir Meister werden wollen, müssen wir mindestens einmal zu Hause gewinnen.“
Nach dem schlitzohrig erzielten fünften Playoff-Tor ihres 1006-fachen NHL-Spielers mussten die Kölner die Führung zunächst wieder hergeben. Doch dem Treffer von Andreas Falk zum 2:1 noch im ersten Drittel rannten die Berliner vergeblich an, ehe Charlie Stephens auf 3:1 erhöhte. „Unser Überzahlspiel war ein wichtiger Faktor“, sagte Krupp – Sturm und Stephens hatten Berliner Strafen genutzt.

Am Rande der Begegnung ging auch das Verbal-Duell zwischen Eisbären-Star Florian Busch und den Haien in die nächste Runde. Am Dienstagabend in Berlin reagierte KEC-Coach Krupp auf die Provokationen des 28-Jährigen im ersten Spiel. „Wir haben das mit einem Schmunzeln zur Kenntnis genommen. Es ist doch gut, dass Florian Busch ein sehr selbstbewusster junger Mann ist, der sich im Eishockey gut auskennt. Da sollte man immer genau hinhören, wenn er redet“, sagte Krupp.

Busch hatte als verkabelter Spieler bei „ServusTV“ im Verlauf des ersten Spiels unter anderem gesagt: „Ihr habt die Hosen voll.“ Zudem hatte sich der Ex-Nationalspieler süffisant über Trainersohn Björn Krupp geäußert, dem ein folgenschwerer Fehler unterlaufen war: „Ah, dem Trainer sein Sohn.“ Für die Motivation seines Teams habe er die Aussagen des Berliners aber nicht eingesetzt, sagte Krupp: „Das ist Zeitverschwendung.“

Busch ist seit dem Finale 2008 zwischen den beiden Klubs eine Reizfigur. Seinerzeit hatte der Eisbären-Stürmer und frühere Nationalspieler einen Doping-Test zunächst verweigert und später nachgeholt. Trotz des Verstoßes gegen die Anti-Doping-Bestimmungen wurde er zunächst nicht gesperrt und erzielte im Verlauf der Endspielserie in der Lanxess-Arena das entscheidende Tor zum Berliner Titelgewinn. Die Affäre endete 2009 mit einem Freispruch vor dem Schweizer Bundesgericht.

Aber auch in Berlin hatte sich der forsche Stürmer zu Beginn der Playoffs verbal ins Abseits befördert. Den Fanboykott vieler Berliner Anhänger wegen einer geplanten Erhöhung der Eintrittspreise für die nächste Saison hatte er mit den Worten kommentiert: „Es ist mir kackegal, ob die Fans da sind.“ Busch musste sich auf Druck des Vereins entschuldigen.

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