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DEL-Finale: Kölner Haie verpassen den Titel

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Der Berliner TJ Mulock (l.) dreht nach seinem Treffer zum 3:1 ab.  Foto: dpa
Die Kölner Haien haben die Endspielserie gegen die Eisbären Berlin mit 1:3 verloren. Im vierten Spiel gab es für den KEC nichts zu holen. Der Liveticker von KStA-Reporterin Christiane Mitatselis gibt es hier zum Nachlesen
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Köln

Die Berliner feiern, tragen den Pott übers Eis, und die Haie schauen traurig zu.

Die Kölner sind schwer enttäuscht, der Vizetitel ist kein Trost - verständlicherweise. Sie haben eine rasante Saison gespielt, waren Zweiter der Vorrunde und in der ersten Saisonphase besser als Berlin. Die Eisbären nutzten hingegen die Playoffs, um sich in Form zu spielen. Sie hatten am Anfang Mühe, waren aber am Ende, vor allem in Spiel 4 gegen Köln, besser als der KEC. Sie übertrafen die Kölner vor allem in Sachen Coolness und Lockerheit. Auch ihr Torhüter Rob Zepp zeigte die bessere Finalform als Kölns Danny Aus den Birken. Die Haie wollten den Titel so sehr, dass sie vor lauter Wollen in der Serie gegen Berlin die Leichtigkeit verloren. Zum MVP der Playoffs, wertvollstem Spieler der Endrunde, wurde gerade Berlins Nationalverteidiger Constantin Braun gewählt.

Trotzdem war es eine gute Saison des KEC. Er hat zum ersten Mal seit langer Zeit wieder eine Eishockey-Euphorie in Köln ausgelöst. Man kann es auch so sehen: Die Eisbären haben auch ein paar Jahre des Aufbaus gebraucht, bevor sie 2005 den ersten von ihren nun sieben Titeln gewannen. Mit der Erfahrung aus dieser Saison können die Haie, deren Team sich kaum ändern wird, in der nächsten Spielzeit den berühmten nächsten Schritt machen. Trainer Uwe Krupp bleibt noch mindestens ein Jahr. Er ist so ehrgeizig, dass er alles tun wird, damit es beim nächsten Anlauf keine finale Enttäuschung mehr gibt.

Die Haie werden noch heute Abend mit einem Charterflieger heim nach Köln reisen - und die Saison später gemeinsam ausklingen lassen.

60.: Trainer Uwe Krupp ist bedient. Als ihn der TV-Reporter bittet, er möge bitte einen Einblick in sein Seelenleben geben, winkt er ab. Er werde den Eisbären gratulieren, aber sicher nicht über sein Seelenleben reden.

60.: Das Spiel ist aus. Berlin gewinnt 4:1 und ist zum siebten Mal deutscher Meister. Die Haie haben gekämpft, waren heute aber nicht stark genug und sind sehr traurig. Gleich folgt ein Fazit des Finales.

58.: Fast ein Treffer ins leere Kölner Tor von Foy, die letzten beiden Spielminuten laufen.

58.: Die Haie zeigen Haltung, geben nicht auf. Was sollen sie auch tun? Sie hatten heute trotz allem keine Chance gegen den souveränen alten und neuen deutschen Meister.

57.: Hier eine nicht besonders gewagte Prognose: Berlin gewinnt in etwa drei Minuten die siebte deutsche Meisterschaft.

55.: Nichts tut sich. Das berühmte Momentum macht keine Anstalten, sich auf die Seite der Kölner zu schlagen. Es müsste sich aber auch ziemlich beeilen. Nur noch vier Minuten zu spielen.

54.: Krupp nimmt eine Auszeit. Das Berliner Publikum singt derweil und bereitet sich auf die Meisterfeier vor.

53.: Die Kölner kämpfen und kämpfen... und nehmen jetzt schon den Torhüter vom Eis

53.: Haie überstehen die Unterzahl. Ihnen bleiben noch knapp acht Minuten, um drei Tore zu schießen - also ein Wunder.

51.: Robinson verzieht, Strafe gegen Schütz, Powerplay Berlin.

50.: Tumulte vor dem Berliner Tor, Torhüter Zepp verliert sogar seine Kelle. Puck trotzdem nicht hinter der Linie - es soll wohl nicht sein.

48.: "Wir brauchen ein Tor in den nächsten zwei Minuten", findet Haie-Kapitän John Tripp. Ja dann mal los...

48.: Das war ein cooles Powerplay, die Berliner warteten auf die richtige Schussmöglichkeit - und nutzten sie. Hertha BSC ist übrigens gerade in die Bundesliga aufgestiegen.

47.: Und da ist es: 4:1 für Berlin durch Talbot. Schönes Tor.

45.: Drei auf eins Konter der Berliner, Lüdemann klärt, gute Aktion des Kölner Oldies. Jetzt aber: Strafe gegen Marco Sturm wegen Hakens. Powerplay Berlin.

44.: Kölner Unterzahl verläuft torlos, Berlin spielt ziemlich cool, es wird sehr schwer für die Haie, dieses Spiel noch zu drehen.

42:. Chance für Charlie Stephens, der Haie-Stürmer wird, als er durchstartet, von einem Berliner mit dem Schläger traktiert. Referees sehen aber kein Foul. Sie hätten aber eins sehen können.

41.: Strafe gegen die Haie, Moritz Müller haut Rob Zepp um. elf Sekunden vier gegen vier, danach Powerplay Berlin.

41.: Das Schlussdrittel läuft, Haie in Überzahl.

KEC-Co-Trainer Niklas Sundblad nuschelt im TV-Interview, es klingt etwa so: Schüsse Tor, Schüsse Tor, viele Schüsse Tor - soll wohl heißen: Wir müssen dringend treffen, sonst ist alles aus

Es sind übrigens die beiden Profi-Schiedsrichter Brüggemann und Piechaczek im Einsatz, Uwe Krupp wurde also erhört. Er hatte sich gewünscht, dass im Finale nur die Profis pfeifen.

War die Saison für den KEC ein Erfolg?

Auf Altmodisch würde man sagen: Moritz Müller hofft, dass das Glück am Ende doch zu den Tüchtigen kommen wird. Die Haie ackern wacker, verdienen sich gute Haltungsnoten.

Haie gehen mit Powerplay ins Schlussdrittel, das das letzte der Saison sein wird, wenn die Haie nicht mindestens zwei Tore schießen. Moritz Müller, Haie-Verteidiger, spricht im TV-Interview davon, dass die Kölner ihre Chancen konsequenter nutzen müssten, um "Momentum zu generieren".

40.: Drittelpause. Man kann gespannt sein, wie Haie-Trainer Krupp versuchen wird, einen Impuls zu geben. Stellt er vielleicht auf drei Reihen um?

40.: Jetzt noch mal Überzahl für die Haie, die zweite im Spiel.

40.: Die Haie können nur hoffen, dass die Eisbären sich wieder mal so gut finden, dass sie zu lässig werden. Auch das ist in dieser Serie schon einige Male zu beobachten gewesen.

38.: Chance für Minard, großes Getümmel vor dem Berliner Tor. Die Haie bringen den Puck aber einfach nicht über die Linie. Ihnen fehlt etwas, das die Eisbären haben, nämlich Coolness und Lockerheit. Die Kölner wollen den Erfolg, so scheint es, so unbedingt, dass sie dabei verkrampfen. Das zieht schon durch die ganze Final-Serie.

35.: Das war wieder die berühmte Effizienz der Eisbären. Zwei schnelle Treffer in einer Phase, in der die Haie gerade gut ins Spiel kamen. Davon muss man sich erst einmal erholen.

34.: 3:1 TJ Mulock, die Vorarbeit leistete Constantin Braun.

32.: Torschütze Julian Talbot per Schlagschuss, Powerplay war gerade vorbei.

32: 2:1 für Berlin.

29.: Strafe gegen Köln. Trainersohn Björn Krupp bekommt sie wegen Haltens aufgebrummt.

27.: Holmqvists Pass war so schön, dass man ihn sich gern noch ein paar Mal anschaut. Präzise und hart. Die Kölner ziehen Selbstbewusstsein aus dem Treffer, sie wirken nun einen Nummer agiler und frischer.

25.: Kaum lobt man Berlin, da kommen die Haie - und wie: Ticar wurde von Holmqvist mit einem wunderbaren Querpass angespielt. Ein schönes Tor, Ticars zweites in der Finalserie.

24: 1:1 Ausgleich durch Rok Ticar

24.: Bisher machen die Berliner ihr bestes Spiel in der Finalserie.

23.: Haie haben Probleme, den Puck aus dem eigenen Drittel zu bekommen. Berlin wirkt weiter sehr entschlossen.

21.: Es geht weiter, das zweite Drittel hat begonnen. Berlin noch im Powerplay.

Kölns Manager Lance Nethery im Interview: "Berlin muss erst zeigen, ob sie drei Drittel so aggressiv spielen können. Wir müssen mehr Druck auf das Tor machen. Es ist spannend, viel Leidenschaft im Spiel." Torschuss-Statistik: 19:16 für Berlin.

Dennoch führen die Eisbären nicht unverdient Sie waren ein Nummer effektiver und aggressiver als der KEC und wirken sehr entschlossen, nicht noch einmal nach Köln reisen zu müssen.

Alle Zeitlupen von Servus-TV haben gezeigt, dass die Penalty-Entscheidung gegen die Haie falsch war. Robinson hat Locke nur berührt, aber nicht behindert.

Servus-TV stöbert in der Drittelpause im Vip-Raum den Boxtrainer Uli Wegner auf - mit Eisbären-Schal. Er geht davon aus, dass Berlin das heute macht. Aber was soll er auch sagen? Er ist ein Fan.

20.: Marco Sturm sagt bei Servus-TV: "Wir müssen von der Strafbank wegbleiben, noch ist nichts verloren."

20.: Das erste Drittel ist aus, es steht 1:0 für Berlin. Es ist ein gutes Spiel, die Berliner stören den Spielaufbau der Haie früh, die Kölner spielen sich gute Chancen heraus, sind im Abschluss aber weiter unglücklich.

19.: Gute Chance für die Haie: Alex Weiß versucht einen Bauerntrick, die Berliner können aber auch den Nachschuss von Felix Schütz klären. Und nun das: Strafe gegen Lüdemann wegen Hakens

16.: Starkes Unterzahlspiel der Berliner, TJ Mulock kommt zu einer Torchance. Gleich nach dem Powerplay stürmt Tallackson allein aufs Kölner Tor, vergibt aber.

14.: Erste Überzahl für die Kölner Haie.

13. Das Glück, Momentum - oder wie man es nennen will - ist in dieser Serie deutlich auf Seiten der Eisbären. Was können die Haie dagegen tun? Eigentlich nur mit Konzentration weiterspielen und nicht aufgeben.

11.: Es ist unglücklich gelaufen für den KEC, die Kölner Profis spielen konzentriert, das Spiel ist ausgeglichen.

9.: Corey Locke verwandelt einen Penalty für Berlin. Er war allein aufs Tor gestürmt und von Nathan Robinson nur leicht mit dem Stock touchiert worden. Eine gewagte Entscheidung der Referees.

9.: 1:0 Berlin

8.: Unterzahl überstanden. Die Haie sind stark in Unterzahl, blocken viele Schüsse. ´Aus den Birken klärt gegen Christensen und Caldwell

6.: Unterzahl überstanden, großes Tumult vor Aus den Birken, doch die Haie bekommen den Puck unter Kontrolle - aber jetzt noch einen Bankstrafe gegen die Haie. Großer Wirrwarr: Es waren mehr als sechs Spieler auf dem Eis...

4.: Strafe gegen die Haie, Ales Kranjc muss raus. Powerplay Berlin

1.: Harter Check von Haie-Verteidiger Tjärnqvist gegen TJ Mulock, der Berliner bleibt liegen, keine Strafe - zurecht, der Check war nicht unfair.

14.30 Uhr: Es geht los, der Puck zischt übers Eis.

14.28 Uhr: Dazu Christian Oeynhausen: Geschmackssache. Keine Geschmackssache: Ein Sponsoren-Logo für Auto-Tuning-Teile auf der Klampfe. Das geht gar nicht..

14.27 Uhr: Die Nationalhymne, wie üblich in Berlin von Bernd Römer von Karat auf der E-Gitarre gespielt.

14.24 Uhr: Die Pre-Game-Show beginnt. Am Ende gibt es immer ein Feuerwerk. Man weiß es und erschrickt doch jedes Mal.

14.22 Uhr: Noch mal Christian Oeynhausen: A propos Nathan Robinson: Noch immer weiß niemand, warum Eisbären-Coach Don Jackson nach und zu Spiel 3 nichts sagen wollte. Manche mutmaßen, es habe mit dem Stockstich von Robinson gegen Berlins Ryan Caldwell zu tun, der nach Jacksons Ansicht von den Schiedsrichtern übersehen worden war. Es hatte nur zwei Minuten statt einer möglichen Matchstrafe gegeben. Aber das ist nur eine Theorie. Denn die Szene war im zweiten Drittel, Caldwell bliebt unverletzt, die Berliner haben gewonnen. Wenig Grund für Jacksons Sprachlosigkeit. Vielleicht war es nur eine Art Playoff-Psychospielchen…

14.21 Uhr: Berlins Kapitän André Rankel sagt bei Servus-TV: "Wir wissen, wir können auch zu Hause gewinnen. Mit der Unterstützung des Publikums werde wir das heute auch schaffen."

14.17 Uhr: Christian Oeynhausen meldet: Haie-Stürmer Nathan Robinson hat seine Kollegen via Twitter gestern noch einmal aufgemuntert: „Spielt weiter hart, Jungs und umarmt den Moment. Spielt weiter das Hockey der großen roten Maschine“. Das mit der roten Maschine ist so etwas wie der inoffizielle Kampfname des KEC in den Playoffs geworden.

14.13 Uhr: Das interessante an dieser Serie ist der Heimnachteil, es siegte bisher immer das Auswärtsteam - und niemand kann sich erklären, woran das liegt. Als Uwe Krupp, Trainer des KEC, am Freitag danach gefragt wurde, schüttelte er nur den Kopf: "Ich weiß es nicht", sagte auch er. Natürlich wollen seine Haie dafür sorgen, dass die Regel auch heute Bestand hatS haben in dieser Saison insgesamt dreimal in Berlin gesiegt.

14.09 Uhr: Noch einmal Christian Oeynhausen: Wer Raucher ist, hat die Chance, draußen vor der Arena prominente Suchtgenossen zu treffen: Eisbären-Manager Peter John Lee hat eben auch noch schnell eine durchgezogen. Es ist eben eine nervenaufreibenden Serie.

14.08 Uhr: Christian Oeynhausen aus Berlin: Es kann heute ein großer Sporttag für Berlin werden: Die Eisbären brauchen einen Sieg, um ihre siebte DEL-Meisterschaft klar zu machen. Etwas weiter im Westen im Olympiastadion braucht Hertha BSC einen Erfolg gegen Sandhausen, um den Aufstieg in die erste Liga perfekt zu machen.

14.06 Uhr: Es wird heute besonders auf die Leistungen der Torhüter ankommen. Am Freitag hatte Kölns Danny Aus den Birken beim 3:6 gegen Berlin nicht seinen besten Tag. Eisbären-Goalie Rob Zepp wuchs dagegen über sich hinaus.

14.04 Uhr: Christian Oeynhausen meldet aus Berlin: Die Spieler der Haie sind heute Mittag auf dem Flughafen Schönefeld gelandet. Die Ausrüstung ist mit dem Kleinbus angeliefert worden. An der Arena hat sich alles getroffen. Die Haie sind in kompletter Montur und rotem Aufwärm-Dress auf dem Eis.

14.01 Uhr: In Berlin ist heute KStA-Redakteur Christian Oeynhausen.

14 Uhr: Herzlich willkommen im Liveticker zu Spiel vier der Playoff-Serie zwischen Köln in Berlin. Die Ausgangslage ist klar: Die Haie liegen in der Serie mit 1:2 zurück und müssen in der Berliner Arena am Ostbahnhof gewinnen, sonst sind die Eisbären zum siebten Mal deutscher Meister. Siegen die Haie, so gibt es am Mittwoch ein fünftes Spiel in Köln.

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