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DEL: Großes Drama im kleinen Derby

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Haie-Coach Uwe Krupp. Foto: Bongarts/Getty Images
Die Kölner Haie unterliegen den Krefeld Pinguinen in einem begeisternden Spiel 5:6. Der KEC verliert damit auch seinen zweiten Tabellenplatz an das Team vom Niederrhein. Am Ende des Spiels punkten die Haie nur noch mit den Fäusten.  Von
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Köln

Schon seit ein paar Jahren sind die angeblich kleinen rheinischen Derbys zwischen Köln und Krefeld meistens Spiele mit großem Unterhaltungswert. Das war auch am Freitagabend der Fall, allerdings nahm die Partie kein gutes Ende für die Haie. Mit 5:6 (1:2, 3:2, 1:2) unterlag die Mannschaft von Trainer Uwe Krupp den Pinguinen in der Lanxess-Arena – und verlor auch seinen zweiten Tabellenplatz an das Team vom Niederrhein, das sich den Sieg durch kampfstarkes, konzentriertes Spiel verdiente. Die Haie agierten dagegen ihrerseits oft zu fahrig. „Wir sind angefressen und nicht zufrieden. Das darf uns nicht passieren. Wenn der Gegner sechs Tore schießt, hast du Fehler gemacht“, sagte Haie-Coach Uwe Krupp.

Vor 16 612 Besuchern – Saisonrekord – legte der selbstbewusste KEV auch ohne seinen verletzten Kapitän Herberts Vasiljevs und Daniel Pietta einen Traumstart aufs Eis. Er brauchte nur zwei Schüsse, um zwei Tore zu erzielen. 103 Sekunden waren gespielt, da zog Mark Voakes aus zentraler Position ab – 1:0. Gut vier Minuten später bekamen Nathan Robinson und Andreas Holmqvist den Puck an der blauen Linie nicht unter Kontrolle; Roland Verwey startete einen Konter, den er mit dem Treffer zum 2:0 abschloss. Die Haie ließen sich jedoch nicht schocken, ein ehemaliger Krefelder hielt sie im Spiel. Nach hübschem Doppelpass mit Felix Schütz markierte Philip Riefers nur 42 Sekunden später das 1:2.

Wildes zweites Drittel

Das zweite Drittel war wild. Erst erspielten sich die Haie deutliche Vorteile. 24 Sekunden nach der ersten Pause versuchte Rok Ticar, ehemals KEV, einen Bauerntrick. Krefelds NHL-Star Christian Ehrhoff versuchte zu retten. Der Puck sprang jedoch von seinem Schlittschuh ins Tor zum 2:2. Nur 34 Sekunden vergingen bis zum 3:2, Alexander Weiß überwand Krefelds Goalie Scott Langkow mit einem perfekten Rückhandschuss. Das 4:2 erzielte der dritte ehemalige Krefelder der Haie: Charlie Stephens (27.).

Die Haie sahen wieder die Sieger aus, und sie fühlten sich wohl auch schon so. Jedenfalls leisteten sie sich allerlei Lässigkeiten, die Krefeld umgehend bestrafte. Andreas Driendl (33.) und erneut Verwey (36.) überwanden Danny aus den Birken im KEC-Tor. Im Schlussdrittel rissen sich die Haie nur am Anfang zusammen, mit einem Schlagschuss brachte Holmqvist den KEC mit 5:4 in Führung (46.). Umgehend schwand jedoch die Kölner Konzentration, im Gegenzug fiel das 5:5 durch Martin Schymainski im Nachschuss.

Die Haie punkteten nur noch mit den Fäusten. Charlie Stephens gewann eine Prügelei mit Christian Ehrhoff. Danach gelang Elia Ostwald der Siegtreffer, hervorragend vorbereitet von Verwey und Kyle Sonnenberg. In den letzten 25 Sekunden überstand Krefeld sogar noch eine doppelte Unterzahl ohne Gegentreffer. Kölner Haie: Aus den Birken – Kranjc, Müller – Tjärnqvist, Holmqvist – Lüdemann, Ankert – Lavallée – Ticar, Stephens, Tripp – Robinson, Falk, Minard – Weiß, Schütz, Riefers – Ohmann, Classen, Breitkreuz. – Zuschauer: 16 612-. Schiedsrichter: Aumüller (Ottobrunn)/ Zehetleitner (Oberstdorf). – Strafminuten: Köln 10 + 10 Stephens /Krefeld 18 + 10 Ehrhoff. – Tore: 0:1 Voakes (1:43), 0:2 Verwey (5:07), 1:2 Riefers (5:49), 2:2 Ticar (20:24), 3:2 Weiß (20:58), 4:2 Stephens (26:43), 4:3 Driendl (32:53), 4:4 Vervey (35:16), 5:4 Holmqvist (45:58), 5:5 Schymainski (46:29), Ostwald 5:6 (51:18).

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