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DEL: Kölner Haie verdrängen Mannheim

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Philip Gogulla und Gregory Claassen von en Kölner Haien greifen Iserlohns Mark Bell an. Foto: Bongarts/Getty Images
Die Kölner Haie haben am Mittwochabend gegen die Iserlohn Roosters gewonnen. Sie errangen nicht nur den siebten Sieg im achten Match, sondern konnten auch Mannheim von der Tabellenspitze verdrängen.  Von
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Köln

Mit einem Last-Minute-Treffer ihres Kapitäns John Tripp haben die Kölner Haie am Mittwoch die Tabellenführung in der DEL zurückerobert. Das Team von Trainer Uwe Krupp besiegte die Iserlohn Roosters nach einer zerfahrenen Partie mit 2:1 (0:0, 1:1, 1:0). Der entscheidende Treffer zum fünften Heimsieg in Folge gelang Tripp 38 Sekunden vor dem Spielende. „Es war schwer heute. Aber am Ende haben wir einen Weg gefunden, zu gewinnen“, sagte Tripp. Haie-Coach Krupp fand: „Es ist wichtig, dass man gewinnt, auch wenn man nicht sein bestes Eishockey spielt“. Doug Mason, der Ex-Kölner hinter der Bande des Gegners, hatte sogar „ein Top-Spiel“ gesehen, das ihn persönlich offenbar leicht durcheinander gebracht hatte. Denn Mason wünschte am Mikrofon den Kölnern „frohe Weihnachten“. Bereits am Freitag sehen sich die Teams in Iserlohn wieder.

Gefährlich wurde es selten

Krupp musste in der Abwehr improvisieren. Neben dem gesperrten Torsten Ankert fehlte der erkrankte Daniel Tjärnqvist. Die gefürchtete schwedische Abwehr mit dem Olympiasieger von Turin und Weltmeister Andreas Holmqvist war gesprengt. Krupp stellte zunächst Moritz Müller an die Seite des schussgewaltigen Skandinaviers. Die Gäste mussten auf ihren Star-Torhüter Sebastien Caron verzichten, der an Magenproblemen litt. Carons Vertreter Shaun Hunwick verbrachte im ersten Drittel einen relativ ruhigen Abend. Die Statistiker zählten zwar 15:9 Schüsse zugunsten der Haie, doch wirklich gefährlich wurde es nur selten – auf beiden Seiten. 9604 Zuschauer sahen eine zähe Auseinandersetzung, eher Tischfeuerwerk statt großes Spektakel. Neben dem Fehlen von Holmqvist machte sich bemerkbar, dass einige Kölner ein Formtief durchleben: Torjäger Chris Minard lässt jene Chancen aus, die er vor Wochen noch mit großer Selbstverständlichkeit nutzte.

Bei Nathan Robinson überstrahlt Umständlichkeit den Spielwitz. Dass die Kölner dennoch zuverlässig punkten, spricht für die Qualität des Kaders. Torhüter Danny Aus den Birken stand auch am Mittwoch stabil, und Felix Schütz, endlich schmerzfrei und in Top-Form, sorgte im zweiten Drittel mit einem eleganten Treffer zum 1:0 für ein Highlight. Mit 17 Saisontoren hat der Erdinger klubintern Minard (18) fast eingeholt. Als Vorgabengeber holte sich Trainersohn Björn Krupp einen Scorerpunkt – gut fürs Selbstvertrauen. In Schwung kamen die Kölner aber durch die Führung auch nicht. Die zuletzt formstarken Roosters kamen durch Simon Fischhaber in Überzahl zum verdienten Ausgleich (37.).

Die Partie begann auch im letzten Drittel fahrig, und es wurde tatsächlich zur spannenden Frage, ob es in der Werbepause wieder zu Fan-Protesten gegen zu viel Applaus für das tanzende Maskottchen Sharky kommen würde wie am Sonntag beim Spiel gegen Wolfsburg. Diesmal reagierte der fragliche Teil der Nordkurve mit einem improvisiert wirkenden Sitzstreik.

Als es auf dem Eis weiterging, hatte Alex Weiß für Köln die große Chance zum 2:1. Die erste Dramatik des Abends kam in der 54. Minute auf, als Iserlohn 51 Sekunden lang zwei Mann mehr auf dem Eis hatte. Aber Masons Männer trafen auch jetzt nicht. Das wurde von Tripp kurz vor Schluss bestraft.

Kölner Haie: Aus den Birken – Müller, Holmqvist – Kranjc, Krupp – Lavallée, Lüdemann – Minard, Falk, Gogulla – Tripp, Stephens, Robinson – Ticar, Schütz, Weiß – Classen. – Zuschauer: 9604. – Schiedsrichter: Jablukov/Piechaczek (Berlin/Ottobrunn). – Strafminuten: Haie 12/Roosters 2. – Tore: 1:0 Schütz (25:37), 1:1 Fischhaber (36:43), 2:1 Tripp (59:22).

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