Kölner Haie
Nachrichten rund um die Kölner Haie und die DEL

Vorlesen
0 Kommentare

DEL-Playoffs: Haie mit dem Rücken zur Wand

Erstellt
KEC-Torwart Danny Aus den Birken hatte im dritten Finalspiel wenig Freude. Foto: dpa
Die Kölner Haie und Trainer Uwe Krupp stehen im DEL-Finale gegen die Eisbären Berlin unter Druck. Nach der deutlichen Heimpleite gegen die Hauptstädter ist der KEC zum Siegen verdammt. Am Sonntagnachmittag steigt das vierte Spiel an der Spree.  Von
Drucken per Mail
Köln

Der Ausdruck "Heimfluch" ist in diesen Tagen Playoff-Finalserie zwischen den Kölner Haien und den Eisbären Berlin sehr populär. Er klingt düster, gespenstig, unerklärlich - und passt haargenau. Die Kölner Haie verloren am Freitagabend vor 18 469 Zuschauern in der Lanxess-Arena mit 3:6 (1:1, 0:3, 2:2) gegen den Titelverteidiger aus der Hauptstadt. Es war in dieser Saison bereits die vierte Heim-Niederlage des KEC gegen die Berliner, die in der Serie "Best of 5" nun mit 2:1 führen.

Das heißt: Am Sonntag (14.30 Uhr) haben die Eisbären in ihrer Arena am Ostbahnhof den ersten Matchball zu ihrer siebten Meisterschaft. In Berlin hat der KEC allerdings in dieser Saison dreimal gespielt - und dreimal gewonnen. Sollte der Heimfluch anhalten und es ein fünftes Spiel geben, so fände es am Mittwoch um 19.30 Uhr in Köln statt.

Es fing ähnlich an wie in Spiel zwei, das die Haie am Dienstag in Berlin mit 3:1 gewonnen hatten. Krupps Profis starteten aggressiv, Stürmer Chris Minard bekam schon nach 32 Sekunden eine Strafe aufgebrummt. Im Powerplay schlug das Gästeteam zu: Julian Talbot düpierte Danny Aus den Birken im KEC-Tor mit einem Schuss ins kurze Eck, der nicht unhaltbar aussah. Die Gastgeber schlugen drei Minuten später zurück, Rok Ticar, Mitglied der vierten Haie-Sturmreihe, glich auf 1:1. Überhaupt machte die vierte Kölner Formation viel Wirbel auf dem Eis, die Haie spielten kompakt, aggressiv und dominierten das Spiel zunächst. Das großes Manko der Haie in diesem Spiel: Sie nutzen ihre vielen Chancen nicht, 15:6 Torschüsse zählten die Statistiker im ersten Drittel.

Im Anschluss brachten die Berliner ihre immense Final-Routine zur Geltung. Vier Profis des aktuellen Teams haben alle sechs Meisterschaften mit den Eisbären gewonnen. Einer von ihnen ist Berlins Bad Boy Florian Busch, der zu Beginn des Mitteldrittels einen Traumpass auf Jim Sharrow spielte, aus dem dieser das 1:2 machte (22.). Knapp neun Minuten später erhöhte Mark Katic mit einem Handgelenkschuss über Aus den Birkens Fanghand auf 3:1 (31.). Die Haie-Stürmer Felix Schütz und John Tripp hatten zuvor beste Chancen vergeben. Fünf Minuten später fiel das 4:1 durch Mads Christensen (36.), gerade war ein Überzahlspiel der Haie zu Ende gegangen.

Es war bitter für die Kölner, das Glück war an diesem Abend nicht bei ihnen. Ein weiteres Frust-Erlebnis hatten sie am Anfang des Schlussabschnitts: Die Haie jubelten zunächst, der Puck befand sich nach einem Schuss von Minard auch im Berliner Tor. Der Schiedsrichter hatte jedoch vorher wegen Abseits abgepfiffen. Zurecht übrigens.

Aber auch davon ließen sich die Kölner Profis nicht runterziehen, sie verdienten sich gute Haltungsnoten und versuchten weiter, Druck auf das Tor des überragenden Rob Zepp auszuüben. Die Eisbären verteidigten cool, wirkten dabei aber ein wenig arrogant. Und so wurde es am Ende doch noch ein bisschen eng, als Ales Kranjc und Marco Sturm den KEC mit einem Doppelschlag auf 3:4 heranbrachten. André Rankel markierte am Ende, als die Haie den Goalie vom Eis nahmen, mit einem Schuss ins leere Tor das 5:3 für Berlin. Christensen gelang der Treffer zum 3:6-Endstand.

Kölner Haie: Aus den Birken - Tjärnqvist, Holmqvist - Kranjc, Müller - Lüdemann, Ankert - Krupp - Gogulla, Falk, Minard - Robinson, Stephens, Tripp - Sturm, Schütz, Weiß - Classen, Ohmann, Ticar. - Eisbären Berlin: Zepp - Hördler, C. Braun - Baxmann, Sharrow - Katic, Caldwell - Haase - Rankel, Talbot, TJ Mulock - L. Braun, Christensen, Foy - Busch, Olver, Tallackson - T. Mulock, Locke, Arniel. - Zuschauer: 18 649. - Schiedsrichter: Brüggemann (Iserlohn), Piechaczek (Finning). Strafminuten: Köln 14/Berlin 18.

Tore: 0:1 Talbot (1:24), 1:1 Ticar (4:39), 1:2 Sharrow (21:51), 1:3 Katic (30:44), 1:4 Christensen (35:13), 2:4 Kranjc (56:46), 3:4 Sturm 57:19, 3:5 Rankel (58:45), 3:6 Christensen (59:58).

Auch interessant
Kölner Haie
Liveticker
Die Kölner Haie spielen eine vielversprechende Saison. ksta.de stellt die Topscorer von Trainer Uwe Krupp vor.

Im eigenen Liveticker der Kölner Haie können Sie alle Spiele des KEC in der DEL verfolgen.

Machen die Haie die Meisterschaft perfekt?
Die Spieler der Kölner Haie.

Die Kölner Haie sind im DEL-Finale gegen Ingolstadt klarer Favorit. Holt der KEC die Meisterschaft?

FACEBOOK
Kleinanzeigen