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Eishockey-WM: Frankreich schafft Historisches

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Das französische Team hat für eine Sensation gesorgt. Foto: dpa
Die französische Eishockey-Nationalmannschaft hat mit dem Überraschungssieg über Rekordweltmeister Russland für eine Sensation bei der WM gesorgt. Durch den historischen Erfolg wollen die „Blauen“ jetzt richtig durchstarten.
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Helsinki

Nach der Schlusssirene hüpften die Spieler wie kleine Kinder über das Eis. Nach dem historischen WM-Triumph gegen den Eishockey-Rekordweltmeister kannte der Jubel beim krassen Außenseiter Frankreich keine Grenzen. „Unglaublich“, rief Torschütze Damien Fleury nach dem 2:1 gegen Russland immer wieder, „ich kann es immer noch nicht glauben, es ist verrückt.“

Erstmals in der WM-Geschichte hatte die Equipe tricolore den 26-maligen Weltmeister besiegt, ihm nach 13 WM-Siegen in Folge die erste Niederlage zugefügt. „Wenn ich 60 bin, werde ich meinen Enkeln erzählen, dass ich Kapitän der Mannschaft war, die die Russen besiegt hat“, sagte Verteidiger Vincent Bachet und gab zu: „Wenn wir 20-mal gegen sie spielen, verlieren wir 19-mal.“

Mehr als nur der Klassenerhalt

Nach dem zweiten Sieg in der Vorrundengruppe B in Helsinki ist für die Franzosen bei der WM in Schweden und Finnland plötzlich viel mehr möglich als nur der Klassenerhalt. „Sie haben Vertrauen in ihre Fähigkeiten gewonnen“, sagte Sportdirektor Gerald Guennelon: „Der Appetit kommt beim Essen. Jetzt brauchen wir nicht mehr nach unten zu schauen, das Ziel heißt nun Viertelfinale.“

Unter die besten Acht der Eishockey-Welt waren die Franzosen, die sich zusammen mit dem Deutschen Eishockey-Bund (DEB) um die Austragung der WM 2017 beworbenhaben, zuletzt 1995 vorgestoßen. Ihr Aufwärtstrend der vergangenen Jahre hatte sie 2012 auf Platz neun geführt.

Aus den verbleibenden Vorrundenspielen gegen die USA, Lettland und Deutschland würden zwei Siege zum Weiterkommen reichen. Die Partie am Dienstag (15.15 Uhr/Sport1) gegen die DEB-Auswahl könnte zum Endspiel um den Viertelfinaleinzug werden. Zunächst waren die Russen durch Alexander Pereschogin (27.) programmgemäß in Führung gegangen.

Franzosen wuchsen Flügel

15 Sekunden zuvor hatte Alexander Radulow einen Penalty verschossen. Alles sah nach dem 14. WM-Sieg der Sbornaja in Folge aus. Doch nach Fleurys Ausgleich (30.) wuchsen den Franzosen Flügel. „Wir haben 150 Prozent gegeben - bei jedem Wechsel“, sagte Stürmer Pierre-Edouard Bellemare. Antoine Roussel, der einzige NHL-Profi der „Blauen“, erzielte das 2:1 (37.).

Plötzlich glaubten die Außenseiter an ihre Chance. „Wir haben geschuftet wie die Verrückten“, sagte Bellemare. Am Ende wurden sie mit einem historischen Sieg belohnt. Matchwinner war ausgerechnet der dritte Torwart Florian Hardy, der 28 von 29 Schüssen abwehrte. „Es war ein großartiges Match von Flo“, lobte Bellemare den 28-Jährigen, der bei den Ducs d'Angers in der heimischen Liga zwischen den Pfosten steht. „Sie haben einen Berg umgestürzt“, schrieb Le Dauphine Libere. (sid)

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