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Eishockey-WM: Heimfluch besiegt - Schweden ist Weltmeister

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Konnte die Niederlage nicht verhindern: Der Schweizer Goalie Martin Gerber. Foto: REUTERS
Die sensationelle Serie der Schweizer Rekordsieger endet im Finale der Eishockey-WM: Die „Eisgenossen“ mussten sich im Kampf um Gold in Stockholm dem Gastgeber Schweden mit 1:5 geschlagen geben.
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Stockholm

Die sensationelle Serie der Schweizer Rekordsieger endete im Finale der Eishockey-WM. Die „Eisgenossen“ mussten sich im Kampf um Gold in Stockholm dem Gastgeber Schweden mit 1:5 (1:2, 0:0, 0:3) geschlagen geben.

Nach der ersten Niederlage im zehnten Spiel durfte sich die „Nati“ dennoch über ihr bestes WM-Ergebnis seit 1935 freuen, als sie ebenfalls Silber geholt hatte. Die Tre Kronor besiegten mit ihrem neunten WM-Titelgewinn den Heimfluch. Erstmals seit 1986, als die Eis-Sputniks der damaligen Sowjetunion in Moskau triumphierten, gewann wieder ein WM-Gastgeber Gold. Die NHL-Stars Henrik und Daniel Sedin, 2006 mit Schweden Olympiasieger, dürfen sich erstmals Eishockey-Weltmeister nennen.

Die Zwillinge von den Vancouver Canucks, erst kurz vor Ende der Vorrunde eingeflogen, waren die Garanten für den Triumph der Blau-Gelben. Der Olympiazweite USA hatte sich zuvor mit Bronze getröstet. Die Mannschaft um Kapitän Paul Stastny besiegte im kleinen Finale den Co-Gastgeber Finnland mit 3:2 (2:0, 0:0, 0:2, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen und sicherte sich die erste WM-Medaille seit 2004. Die Finnen gingen nach zuletzt viermal Edelmetall in sieben Jahren leer aus. Erik Gustafsson (9.), Henrik Sedin (12./57.), Simon Hjalmarsson (48.) und Loui Eriksson (56.) erzielten vor 12.000 Zuschauern im Globen die Tore für die Schweden, die die 20. Medaille in 27 Jahren gewannen.

Roman Josi hatte die Schweizer, die mit ihrer Siegesserie gleich mehrere Rekorde aufgestellt hatten, in Führung gebracht (5.). Wie schon beim 3:0 im Halbfinale gegen die USA begann die Mannschaft des früheren Münchner Meistertrainers Sean Simpson mit viel Tempo und Körpereinsatz. Die erste Chance ließ Denis Hollenstein noch aus (4.). Dann brachte Josi die „Eisgenossen“ mit einem sehenswerten Solo, das er mit einem Schuss durch die Beine von Torhüter Jonas Enroth abschloss, in Führung. Es war bereits das vierte Turniertor für den NHL-Verteidiger der Nashville Predators. Es dauerte fast zehn Minuten, bis die Schweden ins Spiel kamen. Loui Eriksson scheiterte noch (9.), doch Verteidiger Gustafsson glich im Nachschuss aus. Als Andres Ambühl nach einem Check gegen den Kopf auf der Strafbank saß, schlugen wieder die Sedin-Zwillinge zu: Daniel passte auf Henrik, der den Puck über die Linie bugsierte.

Staffan Kronwall (26.) und Loui Eriksson (27.) ließen die Chance zum 3:1 aus. Nach einer deutlichen Ansprache von Simpson während einer Werbepause kämpfte sich die Schweiz zurück ins Spiel, verpasste durch Ryan Gardner knapp den Ausgleich (32.). Pech für das Simpson-Team: Dem dritten schwedischen Tor ging eine Abseitsposition voraus. Erikssons Treffer bereitete wieder Henrik Sedin vor, der kurz vor Schluss sogar sein zweites Tor des Tages folgen ließ. Im Spiel um Platz drei hatte zunächst Stastny, der während des NHL-Lockouts beim EHC München unter Bundestrainer Pat Cortina gespielt hatte, die Akzente gesetzt. Der 27-Jährige der Colorado Avalanche bereitete das Führungstor von Craig Smith nach 58 Sekunden vor. Dann erzielte er sein siebtes Turniertor (16.). Lauri Korpikoski von den Phoenix Coyotes, einer von nur zwei NHL-Profis im Team Suomi, glich mit einem Doppelschlag aus (49. und 53.). Den entscheidenden Penalty verwandelte Alex Galchenyuk von den Montreal Canadiens. (sid)

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