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Grizzly Adams Wolfsburg: Ein unangenehmer Gegner für die Haie

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Die Grizzly Adams Wolfsburg fordern die Kölner Haie im Halbfinale heraus.  Foto: dpa
Die Grizzly Adams Wolfsburg, mit denen sich der KEC im Halbfinale auseinandersetzen muss, sind ein sehr unangenehmer Kontrahent. Das Team aus der VW-Stadt ist zum richtigen Zeitpunkt in Schwung gekommen und hat Mannheim eliminiert.  Von
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Es klingt immer noch unglaublich: Der EHC Wolfsburg hat die Adler Mannheim im Playoff-Viertelfinale in sechs Spielen aus dem Wettbewerb geworfen. Der Zehnte der Hauptrunde hat den Spitzenreiter geschlagen - das gab es in der Endrunde der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) noch nie. „Es war schon beeindruckend, wie sich Wolfsburg gegen Mannheim durchgesetzt hat“, sagt Haie-Trainer Uwe Krupp, dessen Team nun im Halbfinale (Modus: Best of 5) auf die Überraschungs-Mannschaft trifft, das erste Spiel findet Mittwoch in Köln statt (19.30 Uhr, Lanxess-Arena).

Mannheim nahm Wolfsburg zu lange auf die leichte Schulter und fand am Ende nicht mehr zu seiner Topform. Diesen Fehler wollen der KEC-Coach und seine Profis nicht begehen. „Wir haben viel Respekt vor dem Gegner. Wolfsburg ist in diesem Jahr die erfolgreichste Mannschaft der Liga. Es ist lauffreudiges Team mit viel Energie, sehr diszipliniert, fleißig und kompakt.“ In der Hauptrunde gewannen die Haie zweimal gegen Wolfsburg (4:0, 2:1 n.V.) und verloren zweimal (2:4, 3:6). Krupp: „Wir kennen Wolfsburg und wissen, was uns erwartet.“

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Der EHC, für den die ehemaligen Kölner Kai Hospelt und Sebastian Furchner stürmen,  hatte am Anfang der Saison viele Verletzte und einen schlechten Start, lange rangierte Wolfsburg weit unten in der DEL-Tabelle. Die Klubführung hielt dennoch an Trainer Pavel Gross fest – was sich auszahlte. Wolfsburg legte im neuen Jahr eine Aufholjagd hin, kam als Zehnter in die Pre-Playoffs und eliminierte dort in drei Spielen die favorisierten Ice Tigers aus Nürnberg.

Im Viertelfinale gegen Mannheim trat der EHC entsprechend selbstsicher auf und zeigte - im Gegensatz zu den Adlern - starkes Überzahlspiel. Die Powerplay-Effizienz der Wolfsburger in den Playoffs beträgt 20,21 Prozent, die der Haie bisher nur 12,82. EHC-Torhüter Daniar Dshunussov spielte ebenfalls stark (Gegentorschnitt: 2,01, Fangquote: 93,7), damit liegt er auf dem dritten Rang im Playoff-Ranking, das aber Kölns Goalie Danny auf den Birken anführt (1,77, 94,7).

Dass Wolfsburg, DEL-Finalist von 2011, dennoch das Image der grauen Maus anhaftet, liegt vor allem an den schlechten Zuschauern-Zahlen des Klubs. In den Playoffs kommen die Grizzly Adams bisher nur auf einen Schnitt von 3348 in vier Spielen, immerhin 4668 Besucher passen in die Eisarena Wolfsburg. Die drei Heimpartien der Haie sahen im Schnitt 11.446 Zuschauer.

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