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Haie: Basteln am Team der Zukunft

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Trainer Uwe Krupp im Gespräch mit seinen Spielern. Foto: Bongarts/Getty Images
Müller, Ankert, Gogulla und Weiß: Gleich vier deutsche Profis hat der KEC mit langfristigen Verträgen ausgestattet. Auch der slowenische Stürmer Ticar wird den Haien bis 2014 erhalten bleiben.  Von
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Köln

Es kommt selten vor, dass ein Eishockey-Team im November vier Spieler langfristig an sich bindet – wie es gerade die Kölner Haie taten, die ihre deutschen Profis Moritz Müller (26), Thorsten Ankert (24), Philip Gogulla (25) und Alexander Weiß (25) jeweils vorzeitig mit Verträgen bis 2016 ausgestattet haben.
Wie kam es dazu? „Wir haben gute deutsche Spieler, die werden auch von anderen Mannschaften umworben“, erklärt Trainer Uwe Krupp vor dem Heimspiel am heutigen Dienstag gegen Ingolstadt (19.30 Uhr,Lanxess-Arena) – und: „Ich denke, dass die meisten noch besser werden. Wenn sie noch nicht Nationalspieler sind, dann werden sie sich dahin entwickeln.“
Die Eisbären als Vorbild

Die Haie orientieren sich dabei am Modell des deutschen Meisters Eisbären Berlin, der einen Kern von einheimischen Profis ebenfalls lange gebunden hat – und das Team jährlich mit starken Ausländern anreichert.
Krupp, der die Haie im zweiten Jahr coacht, arbeitet in den Personalfragen eng it seinem Co-Trainer Niklas Sundblad und Geschäftsführer Thomas Eichin zusammen. Mit seiner Mannschaft, die durch einen Sieg gegen Ingolstadt bis auf zwei Punkte an Tabellenführer Mannheim heranrücken würde, ist Krupp bislang sehr glücklich. „Die Saison ist zwar noch lang, aber im Moment gibt es nicht viel zu meckern“, sagt er. „Es ist gute Chemie in der Mannschaft. Ich glaube wir sind auf einem guten Weg.“

In Köln bleiben wird auch der slowenische Stürmer Rok Ticar (23), der mit John Tripp und Charlie Stephens eine starke dritte Reihe bildet. Ticars Vertrag lief nur bis Dezember, am Montag unterschrieb er bis 2014. Sein Landsmann, der Verteidiger Ales Kranjc (31), hatte zuvor schon einen bis 2015 gültigen Kontrakt erhalten.

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„Zu unseren Plänen, oben mitzuspielen, Meister zu werden, dazu gehören schon besonders gute Spieler“, meint Krupp. Interessiert sind die Haie in diesem Sinne auch daran, Stürmer Chris Minard (31/Kanada) zu halten, der schon elf Tore erzielt hat. Mit den schwedischen Verteidigern Andreas Holmqvist (31) und Daniel Tjärnqvist (36) wird der Klub ebenfalls bald sprechen. Aber natürlich will sich der KEC auch Raum für Veränderungen lassen. Denn niemand kann vorhersehen, ob die Saison für die Haie so gut weiterläuft, wie sie begonnen hat.
Krupp selbst hat in Köln einen Vertrag bis 2014. Wie es danach weitergehen soll, weiß er noch nicht. „Ich will mich nicht in irgendeine Richtung binden“, sagt der ehemalige NHL-Profi. „Ich sage nicht: Ich gehe nach Nordamerika oder ich bleibe in Köln. Man muss es auf sich zu kommen lassen, es gibt keine Jobsicherheit im Profisport. “ Auch nicht bei den Haien? „Nein“, erklärt Krupp. „Ich habe keinen besonderen Anspruch. Nur wenn wir gut spielen, habe ich gute Chancen, den Job zu behalten.“ Diese Einstellung erwarte er von seinen Spielern.

Und was täte Krupp, wenn ihm ein NHL-Klub ein Angebot als Headcoach machte? „Ich würde lügen, wenn ich das nicht als reizvoll bezeichnen würde“, meint er. Was immer geschieht – seinen Vertrag mit den Haien will Krupp „zu 100 Prozent“ erfüllen.

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