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Haie gegen Eisbären: Missverständnisse und Fehlpässe

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Verbissener Kampf: Kölns Kapitän John Tripp gegen den Berliner Mark Katic. Foto: Dahmen
Die Kölner Haie haben gegen die Eisbären Berlin deutlich mit 1:4 verloren. In der Lanxess-Arena gingen sie zunächst in Führung, mussten aber dann vier Gegentore hinnehmen. Am Sonntag spielen die Haie gegen die Iserlohn Rooters.  Von
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Köln

Nach einer sehr guten ersten Saisonhälfte mussten die Kölner am Freitag einen kleinen vorweihnachtlichen Dämpfer hinnehmen. Die Mannschaft von Trainer Uwe Krupp unterlag dem deutschen Meister Eisbären Berlin in der Lanxess-Arena mit 1:4 (1:2, 0:1, 0:1). Gegen den Champion, der in dieser Spielzeit durchs Mittelfeld der Liga dümpelt und bei dem man nicht weiß, ob das eine Krise oder einfach nur fehlende Spannung durch Erfolgsgewöhnung ist, riss die kleine Kölner Serie von drei Siegen in Folge. Am Sonntag (14.30 Uhr) allerdings haben die Kölner gegen die Iserlohn Roosters noch die Gelegenheit, mit einem Erfolg in eigener Halle in die Festtage zu gehen.

Kurzes Glücksmoment

Die Gäste ließen die Kölner vor dem ersten Bully lange warten und kamen erst im letzten Moment aufs Eis. Ein leicht einschläfernde Wirkung schien die Aktion gehabt zu haben. Jedenfalls übernahmen die Berliner die Initiative und nur mit einigem Glück überstand Krupps Team die ersten zwei Chancen von Barry Tallackson ohne Schaden. Erst in der neunten Minute tauchten die Haie, die auf die verletzten Gogulla, Schütz und Riefers verzichten mussten, zum ersten Mal vor dem Tor von Rob Zepp auf. Aber sie trafen gleich mit dem ersten Schuss durch Charlie Stephens. Dieses Glücksmoment konnten die Kölner jedoch nicht nutzen, um besser ins Spiel zu finden. Nur 26 Sekunden später glichen die Berliner bei einer angezeigten Strafe gegen Köln durch Mads Christensen aus. Die Kölner hatten danach noch einmal eine gute Phase mit großen Chancen in Überzahl durch Andreas Falk. Danach allerdings handelte sich der offenbar leicht frustrierte Schwede drei Strafen in Folge ein. Eine davon nutzten die Gäste in der 19. Minute zum 2:1, wieder durch den Dänen Christensen.

Im zweiten Drittel wurde der Vortrag der Haie nicht besser. Viele Missverständnisse und Fehlpässe, wenig Tempo, im Abschluss und auch im Zweikampf ohne die letzten Entschlossenheit – es war eines der schwächsten Drittel der gesamten Saison in der eigenen Halle. Und sie hatten Pech, dass das unsichere Schiedsrichtergespann Markus Krawinkel und Stefan Bauer nach Videobeweis den Treffer von James Sharrow zum 3:1 anerkannte (28) und nicht auf Schlittschuhtor entschied. Der Zwischenstand von 1:3 war der verdiente Lohn für den bissiger und wacher wirkenden Titelverteidiger. Kölns Fans reagierten genervt: „Wir hassen Ostdeutschland“, hallte es aus der Nordkurve in Anspielung an die Dynamo-Vergangenheit der Gäste.

Kurz darauf vergab Haie-Torjäger Chris Minard aus bester Position den Anschluss, als er am guten Rob Zepp scheiterte. Und zwei Minuten später hatten die Berliner nach einem Fehler von Torsten Ankert die große Konterchance zum 4:1, spielten die Situation aber zu kompliziert. Daniel Brière, Berlins NHL-Stars von Philadelphia Flyers, machte es besser und erzielte in Unterzahl ein Traumtor (49.). Noch einmal hätte Köln zurückkommen können. Doch die Chance mit zwei Mann Überzahl endet jäh mit einer Hinausstellung gegen Kölns Schweden Andreas Falk – für den damit der Tag zum Vergessen genauso perfekt war wie für sein Team.

#video

Kölner Haie: Aus den Birken – Holmqvist, Tjärnqvist – Müller, Kranjc – Ankert, Lüdemann - Lavallée – Minard, Falk – Tripp, Stephens, Ticar – Ohmann, Weiß, Classen – Breitkreuz, Schmölz.

Zuschauer: 15234.

Schiedsrichter: Krawinkel/Bauer (Moers/Nürnberg).

Strafminuten: Haie 12/Eisbären 16.

Tore: 1:1 Stephens (8:53), 1:1 Christensen (9:19), 1:2 Christensen (19:12), 1:3 Sharrow (27:54), 1:4 Brière (48:35).

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