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Kölner Haie: Krupp nimmt Tripp in Schutz

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KEC-Trainer Uwe Krupp Foto: Bongarts/Getty Images
Wolfsburgs Trainer Pavel Gross hat John Tripp eine Schwalbe nachgesagt. Nach einem Studium der Aufzeichnung widerspricht Haie-Coach Uwe Krupp energisch seinem Trainerkollegen und nimmt seinen Kapitän in Schutz.  Von
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Am Tag danach hatte KEC-Trainer Uwe Krupp das Video vom Spiel zwischen den Haien und Wolfsburg studiert – und sich speziell die umstrittenen Szenen der Partie angesehen, die der KEC am Sonntag in der Lanxess-Arena mit 2:1 in der Verlängerung gewonnen hatte. Zum einen: Die Strafe, die der Wolfsburger Robert Bina 32 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit für ein Foul an Kölns Kapitän John Tripp kassiert hatte, habe der Schiedsrichter „völlig korrekt“ gepfiffen. „Das war ein eindeutiges Haken“, sagte Krupp. Sein Wolfsburger Kollege Pavel Gross habe die Szene „missinterpretiert“.

Schon während des Spiels hatte der Coach der Grizzly Adams den Kölner Stürmer mit einer Schwalben-Geste provoziert. Auf der Pressekonferenz regte sich Gross erneut heftig auf und warf Tripp vor, er habe sich fallen lassen, um die Strafe herauszuholen, die dazu führte, dass der KEC in Überzahl in die Verlängerung ging – und Kölns schwedisches Schlagschuss-Ungeheuer Andreas Holmqvist den Siegtreffer markierte. Mit zehn Toren und 27 Vorlagen ist der 31-Jährige der erfolgreichste DEL-Verteidiger.

Eine weitere strittige Szene hatte sich bereits 105 Sekunden nach Spielbeginn ereignet: KEC-Verteidiger Torsten Ankert kassierte nach einem Check gegen Vizenz Mayer eine Matchstrafe, der Wolfsburger hatte eine blutige Gesichtsverletzung erlitten, konnte aber nach kurzer Behandlung weiterspielen. Ankert erklärte, es sei ein normaler Check gewesen.

Mayer sei auf einen Mitspieler gestürzt, wofür er, Ankert, nichts könne. Krupp hielt sich in diesem Fall bedeckt, da die Liga noch ermittelt. Ankerts Ellbogen sei unten gewesen, sagte der 47-Jährige, man müsse aber abwarten, wie die DEL entscheide. Die Disziplinar-Kommission verhandelt den Fall am Dienstag ab 15 Uhr. Da es eine Matchstrafe war, wird Ankert mindestens für eine Partie und maximal für 16 Spiele gesperrt.

Die Kommission befasst sich am Dienstag außerdem mit einem Foul von Kölns Stürmer Andreas Falk an Armin Wurm in der 54. Minute, ein Check gegen Kopf und Nacken, für den der Schwede mit zwei plus zehn Minuten belegt worden war. Sollte die DEL feststellen, dass es sich um ein schweres Vergehen handelte, könnte auch Falk gesperrt werden. Die Spanne für ein Foul ohne Verletzung reicht von zwei bis acht Spielen. Der Hintergrund: Auf Wunsch der DEL-Klubs will die Liga härter gegen Checks gegen den Kopf vorgehen, um die Spieler besser vor gefährlichen Kopfverletzungen zu schützen.

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