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Play-off-Viertelfinale: Haie-Schützenfest in Köln

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Archivfoto: Kölner Haie gegen die Straubing Tigers in der Kölner Lanxess Arena.  Foto: dpa
Die Kölner haben Straubing zu Hause erneut deutlich besiegt, und auch Krefeld lässt in eigener Halle gegen Ingolstadt nichts anbrennen. Die Adler sind wieder auf Halbfinalkurs
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Köln

Deutlicher Sieg für die Haie: Die Kölner drückten von Beginn an vor 13 431 Zuschauern aufs Tempo. Nach einigen vergebenen Chancen schlugen die Kölner in der 12. und 13. Minute gleich dreimal zu. Innerhalb von 57 Sekunden schossen zweimal Nathan Robinson und Felix Schütz den 3:0-Vorsprung heraus. Nach dem ersten Drittel waren die Straubinger mit drei Gegentoren noch gut bedient.

Im zweiten Drittel ließen es die Kölner dann ruhiger angehen. Die kraftlos wirkenden Straubinger waren aber weiterhin kein große Gefahr. Im Schlussdrittel erhöhte erneut Schütz auf 4:0 - es war das 450. Playoff-Tor in der Haie-Historie. Kurz vor Schluss stellte Gregory Claaßen den 5:0-Endstand her. „Wir haben als Team gut gespielt und Straubing von Beginn an unter Druck gesetzt. Das war der Schlüssel zum Erfolg“, analysierte Kölns Moritz Müller, der sein 500. DEL-Spiel absolvierte.

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Dem Mitternachtskrimi mit Happy End folgte der bittere Rückschlag: Vorrunden-Champion Adler Mannheim muss in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) allmählich um den Halbfinal-Einzug bangen. Nachdem die Adler im denkwürdigen zweiten Viertelfinale gegen den EHC Wolfsburg am Freitag in der dritten Verlängerung 3:2 gewonnen hatten, gerieten sie durch eine 0:1 (0:0, 0:0, 0:1)-Niederlage am Sonntag in der „Best of seven“-Serie wieder mit 1:2 ins Hintertreffen. Neben Wolfsburg holten auch die Kölner Haie und die Krefeld Pinguine ihren zweiten Sieg. Die Haie hatten bei ihrem 5:0 (3:0, 0:0, 2:0) gegen die Straubing Tigers wenig Probleme.

Krefeld gewann gegen den ERC Ingolstadt 4:1 (1:1, 1:0, 2:0). 13.600 Zuschauer in der ausverkauften Mannheimer SAP-Arena sahen am Sonntag deutlich, dass den Spielern das Marathon-Match vom Freitagabend noch in den Knochen steckte. Die Grizzlies zeigten zunächst ihr bislang schwächstes Play-off-Spiel, während die Adler vor allem im Überzahlspiel Mängel zeigten. Den Lucky Punch beim Siegtreffer der Niedersachsen landete Benedikt Schopper in der 41. Minute. „Wir waren zu hektisch, vor allem im Powerplay. Die Pässe sind nicht angekommen. Wir hatten Möglichkeiten genug. Jetzt fahren wir nach Wolfsburg und machen weiter“, sagte Adler-Trainer Harold Kreis. Sein Kollege Pavel Gross setzte nach dem zweiten Sieg der Niedersachsen in Mannheim auf Understatement: „Wir sind froh, dass wir zwei Tage länger in der Serie bleiben dürfen.“

Kurioser Sieg

Am Freitag hatten die Adler das Glück noch auf ihrer Seite gehabt. Jungnationalspieler Matthias Plachta beendete kurz vor Mitternacht das fünftlängste Spiel in der DEL-Geschichte nach exakt 105 Minuten und 54 Sekunden. „Die Kraft und Konzentration hatten so nachgelassen, dass ich gar nicht mehr richtig schießen konnte“, gab Stürmer Frank Mauer nach dem Mammutmatch zu. Der Nationalspieler hatte in den ersten beiden Verlängerungen mehrere hochkarätige Torchancen ausgelassen. Damit der Vizemeister bei Kräften blieb, half auch Adler-Gesellschafter Hopp mit. „Er hat uns sogar noch mit Bananen versorgt“, berichtete Plachta. Trainer Harold Kreis zog „den Hut vor der Leistung der Athleten — genau das ist Play-off-Eishockey“. Das bislang längste Spiel der DEL-Historie hatten die Adler am 22. März 2008 in Köln mit 4:5 verloren — nach 168:16 Minuten.

Matchwinner in Krefeld waren die Routiniers Herbert Vasilijevs (35.) und Boris Blank (56./60.), die vor 7908 Zuschauern nach dem 1:1 die weiteren Pinguin-Treffer erzielten. Spiel drei im letzten Viertelfinale zwischen den Hamburg Freezers gegen Titelverteidiger Eisbären Berlin findet erst am Montag statt. Die Hamburger haben beim Stand vom 1:1 nach dem kuriosen 5:3-Sieg vom Freitag Oberwasser. Bis vier Minuten vor Schluss hatten die Berliner noch 3:1 geführt. (sid,dpa)

Playoff (Best of 7), Viertelfinale, 3. Spieltag:

Sonntag:

Krefeld Pinguine - ERC Ingolstadt 4:1 (1:1,1:0,2:0)

Schiedsrichter: Brill/Brüggemann (Zweibrücken/Iserlohn) Zuschauer: 7908 Tore: 1:0 Méthot (01:44), 1:1 Hambly (08:52), 2:1 Vasiljevs, 3:1 Blank (55:46), 4:1 Blank (59:49) Strafminuten: 22 + 10 Pietta / 22

Kölner Haie - Straubing Tigers 5:0 (3:0,0:0,2:0)

Schiedsrichter: Piechaczek/Schukies (Finning/Herne) Zuschauer: 13 431 Tore: 1:0 Robinson (11:24), 2:0 Robinson (11:46), 3:0 Schütz (12:21), 4:0 Schütz (52:20), 5:0 Claaßen (59:12) Strafminuten: 16 / 14

Adler Mannheim - Grizzly Adams Wolfsburg 0:1 (0:0,0:0,0:1)

Schiedsrichter: Jablukov/Zehetleitner (Berlin/Oberstdorf) Zuschauer: 13 600 Tor: 0:1 Schopper (50:32) Strafminuten: 6

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