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Rückkehrer: Marcel Müller will den KEC führen

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Marcel Müller gehört den Kölner Haien wieder an. Foto: Christoph Hennes
Nach drei Jahren in der Fremde kehrt Marcel Müller zu den Kölner Haien zurück. Der gebürtige Berliner will mit der Truppe von Trainer Uwe Krupp die deutsche Meisterschaft gewinnen und fühlt sich in der Domstadt zu Hause.  Von
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Der eine geht - und der andere kommt. Einen Tag, nachdem bekanntgeworden war, dass Haie-Stürmer Felix Schütz (25) künftig im russischen Wladiwostok in der KHL auf Puckjagd gehen wird, stellte sich Angreifer Marcel Müller (24) in Köln vor - und zwar in bester Laune: "Ich fühle mich hier zu Hause", sagte er lächelnd. "Ich kenne hier viele Spieler und habe auch Freunde außerhalb des Eishockeys."

Der gebürtige Berliner trug bereits von 2007 bis 2010 das Haie-Trikot. Als er den KEC verließ, befand sich der Klub in schweren finanziellen Nöten - und konnte Nationalspieler wie ihn kaum noch bezahlen. "Deshalb bin ich damals gegangen", sagte Müller. "Zum Glück stehen die Haie jetzt wieder sehr gut da." Nach seinem Abschied aus Köln hatte Müller sein Glück zunächst in Toronto versucht. Dort brachte er es auf drei Einsätze in der NHL, meist spielte er aber im Farmteam in der unterklassigen Liga AHL. 2011 ging er nach Schweden und stürmte in der dortigen Ersten Liga für Modo Hockey. Da die Schweden ihre Ausländer-Regelung für die neue Saison gelockert haben, seien die Spieler-Gehälter dort deutlich gesunken, berichtete Müller.

So entschloss er sich, nach Deutschland zurückzukehren. Müller hatte viele gute Angebote. Das finanziell aufgerüstete Red Bull München wollte ihn sehr gern verpflichten. Auch sein Heimatverein Eisbären Berlin zeigte Interesse, und es gab sogar Offerten aus der Schweizer Liga. Ihn überzeugte jedoch das Angebot der Kölner Haie. "Das Gesamtpaket hat gestimmt", erklärte Müller.

Ein Faktor war Trainer Uwe Krupp. Müller kennt den Coach sehr gut aus dessen Zeit als Eishockey-Bundestrainer (2005 bis 2011) - Müller: "Ich weiß, dass Uwe Krupp auf deutsche Spieler setzt, das war wichtig für mich. Ich will ein Leader sein, eine Führungsrolle in der Mannschaft übernehmen."

Müller weiß, was ihn erwartet. Bis auf die drei schwedischen KEC-Profis Daniel Tjärnqvist, Andreas Holmqvist und Andreas Falk kennt Müller alle Kölner Akteure. Aus der Nationalmannschaft - oder auch als Gegenspieler. Gegen den kanadischen Stürmer Chris Minard trat er in seinen Jahren in der AHL an, die Slowenen Rok Ticar und Ales Kranjc sind ihm aus internationalen Begegnungen bekannt. "Ich freue mich schon, es ist eine gute Mannschaft", befand Müller.

Die wiedererstarkten Haie kamen in der Vorsaison bis in DEL-Meisterschaftsfinale gegen die Eisbären Berlin, das die Kölner aber verloren. Müllers Ziel mit den Haien lautet somit: Die guten Leistungen bestätigen, wieder eine starke Hauptrunde spielen und schließlich "einen Schritt weitergehen". Heißt: Mit dem KEC deutscher Meister werden - zum ersten Mal seit 2002.

Die Haie starten am 29. Juli in die Saisonvorbereitung. Ihr erstes Saison-Spiel bestreiten sie am 13. September in der Lanxess-Arena gegen Nürnberg, zwei Tage später folgt eine Heimpartie gegen die Adler Mannheim. Und es wird auch in der DEL-Saison 2013/2014 rheinische Derbys gegen Düsseldorf geben. Die Liga erteilte dem finanziell angeschlagenen Traditionsverein am Mittwoch die Lizenz. Davon profitieren auch die Kölner Haie, die Derbys gehören traditionell zu den bestbesuchten Saison-Spielen.

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