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Stanley Cup: Seidenberg kann Geschichte schreiben

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Bruins-Spieler Dennis Seidenberg. Foto: dpa
Dennis Seidenberg steht mit den Boston Bruins im Stanley-Cup-Finale. Der deutsche Eishockeyprofi gewann bereits 2011 mit den Bruins den Titel in der NHL. Jetzt kann er, als erster deutsche Spieler überhaupt, den Titel erneut gewinnen.  Von
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Köln / Boston

Dennis Seidenberg hat alles erreicht, was ein Eishockeyspieler erreichen will: In der Nordamerikanischen Profiliga NHL gewann er mit den Boston Bruins 2011 den Stanley-Cup in der „Best of Seven“ Finalserie gegen die damals hoch favorisierten Vancouver Canucks. Erst im letzten und entscheidenden Spiel konnten die Bruins um den deutschen Star den Cup für sich entscheiden. Jetzt kann Seidenberg Geschichte schreiben.

Als erster deutscher Eishockeyprofi kann er die Krone ein zweites Mal holen: Mit seinem Team aus Boston steht er erneut im Finale des Stanley-Cup, diesmal  gegen die favorisierten Chicago Blackhawks. Am Mittwoch (Ortszeit) beginnt das erste Spiel der Finalserie in Chicago.

Vor seiner Karriere in den USA spielte Dennis Seidenberg von 1999-2002 in der Deutschen Eishockeyliga in Mannheim, dabei auch ein Jahr mit seinem Bruder Yannic Seidenberg zusammen, der unter anderem in der Saison 2004-2005 bei den Kölner Haien unter Vertrag stand.

Dennis spielt seit 1999 für die Deutsche Nationalmannschaft und absolvierte bislang 14 Spiele für die Junioren und 40 für die Herren.  Seit 2002 spielt Seidenberg  in der NHL. Boston ist seine fünfte Station in der Nordamerikanischen Liga.

 Der 31-Jährige ist in dieser Spielzeit ein wichtiger Baustein des Bostoner Teams. Als Verteidiger taucht er nicht an prominenter Stelle in den  Scorerlisten auf, doch hält er die Defensive seines Teams sehr dicht. Boston hat in den aktuellen Playoffs die wenigsten Tore aller Teams kassiert. Seidenberg ist einer der Gründe.

Nicht umsonst hatte der 1,83 Meter große und knapp 95 Kilo schwere Mann aus Schwenningen mit 27:34 Minuten die meiste Einsatzzeit aller Bruins-Profis im vierten und bereits entscheidenden 1:0-Heimsieg der Halbfinalserie gegen die eigentlich favorisierten Pittsburgh Penguins um Superstar Sidney Crosby (25).

„Je mehr Zeit man miteinander verbringt, desto besser lernt man sich kennen. Wir haben uns weiterentwickelt und sind abgeklärter geworden“, sagt der Ex-Mannheimer nach dem Halbfinale. Über die gesamte Serie gesehen gewann Boston mit 12:2 Toren und Pittsburgh hatte keine einzige Sekunde lang in  Führung gelegen.

Die Stars aus Pittsburgh waren beinahe fassungslos hinterher: „Wenn man zurückblickt waren die Chancen da. Drei von vier Spielen hätten wir gewinnen können. Letztendlich fehlte uns nur das Glück ein Tor in der Verlängerung zu schießen“, erklärte Crosby.

„Es ist eine große Genugtuung für uns, wieder im Finale zu stehen. Vier Spiele nacheinander zu gewinnen ist sehr schwer gegen solch eine Mannschaft“, sagte Seidenberg nach dem Einzug ins Finale. Mit zwei Heldentaten in den Schlussszenen hat der Verteidiger den Bruins den Sieg gesichert. „Je wichtiger das Spiel, desto stärker ist er“, sagt sein Trainer Claude Julien.

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