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Kultur- und Sportfest: Integration beim 100-Meter-Lauf

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Keine Kosten und Mühen scheuten einige Sportler um zum Bewegungsfest in Kürten zu gelangen. Foto: Diethelm Nonnenbroich
Halb Kürten setzte sich am Wochenende in Bewegung: Auf dem Sportplatz und in der Sülztalhalle fand das Sport- und Kulturfest „Kürten bewegt sich“ statt und zog zahlreiche Bewegungsfreudige an - selbst aus dem Ruhrgebiet.  Von
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Dennis Ginzburg hat es eilig. Seine Mannschaftskollegen und er müssen zurück nach Mülheim an der Ruhr. Für das Sport- und Kulturfest „Kürten bewegt sich“, das am Wochenende erstmalig auf dem Sportplatz Kürten und in der Sülztalhalle stattfand, sind Ginzburg und die anderen Männer extra aus dem Ruhrgebiet angereist. Sie haben am Fußball-Turnier teilgenommen, mit dem Finale hat es dieses Mal nicht geklappt. Dennoch hatten Ginzburg und seine Mannschaftskollegen, die sich aus einem Deutsch-Kurs kennen und aus Spanien, Marokko oder Kroatien stammen, viel Spaß bei der Veranstaltung.

Das Sport- und Kulturfest, das sich über zwei Tage erstreckte, war eine Kooperation des Sport- und Kulturvereins (SKV) Adler und der DJK Montania Kürten. Am Samstag fanden die Wettkämpfe im Schach, Tischtennis, Fuß- und Volleyball statt. Zum Volleyball-Turnier kamen sogar mehr Mannschaften als sich im Vorfeld angemeldet hatten. „Deshalb musste ich noch einmal komplett umplanen“, erzählte Organisator Waldemar Weiz am Rande der Veranstaltung. „Schließlich wollten wir ja niemanden wieder nach Hause schicken.“

Allein beim Volleyball-Turnier waren etwa zehn Vereine aus dem gesamten Rheinland vertreten. Den Sieg errang schließlich das Team aus Bitburg. Im Schach triumphierte Wolfgang Wiefering über Martin Olichewski, der den zweiten Platz belegte. Den ersten Platz im Tischtennis sicherte sich Tom Stefer vor Jochen Klassen (2. Platz) und Waldemar Brill (3. Platz). Im Fußball gewannen die Hausherren vom SKV Adler. Der Sonntag stand als sogenannter Mitmachtag dann Jedermann offen. Hier konnten Interessierte Leichtathletik-Disziplinen wie einen 100-Meter-Lauf, Weitsprung oder Kugelstoßen ausprobieren, ihr Können im Basketball und im Karate unter Beweis stellen sowie an einem Dorf-Staffellauf teilnehmen.

Zudem konnten sich die Sportler sowie die Besucher des Sport- und Kulturfestes am ersten Veranstaltungstag über Migration und Integration in Deutschland informieren. Josef Schleicher war mit seiner Wanderausstellung „Geschichte und Integration der Deutschen aus Russland“ vor Ort. Er betonte, dass Sportveranstaltungen, wie etwa die des SKV Adler, den Abbau von Vorurteilen fördern würde. Der Verein setzt sich seit Jahren für die Integration von Einwanderern durch verschiedene kulturelle und sportliche Projekte ein. Ebenso sportlich wie in Kürten ging es am Samstag in Biesfeld zu. Hier veranstaltete die Triathlon-Abteilung des Vereins „Union Blau Weiß Biesfeld“ ihren neunten Dorflauf. Das Motto lautete „Flach ist woanders“, was dem Berg an der Jahnstraße, dem sogenannten „Heartbreak Hill“, geschuldet war. Diesen mussten sowohl die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 4,4 Kilometer langen Dorfsprints als auch die des 8,8 Kilometer langen Dorflaufes bezwingen. Zudem gab es noch einen Dorfwalk, einen Bambini- sowie einen Schülerlauf.

Insgesamt nahmen laut Organisator Dirk Zager 250 Männer, Frauen, Kinder und Jugendliche an allen Läufen teil. „Es werden in jedem Jahr mehr Anmeldungen“, sagte Zager zufrieden. Besonders freut ihn, dass am Biesfelder Dorflauf inzwischen auch durchtrainierte Läufer teilnehmen.

Einer von ihnen war am Samstag Simon Dahl vom TV Refrath. Er konnte sich den ersten Platz beim Dorfsprint sichern. Beim Dorflauf, an dem Dahl ebenfalls teilnahm, musste er sich seinem Vereinskollegen Arthur Ralenovsky geschlagen geben, belegte aber immer noch Rang zwei.

Auch Gruppen nahmen an den Wettläufen teil. So stellte zum Beispiel auch das heilpädagogisch-psychotherapeutische Zentrum der Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe „Die Gute Hand“ aus Biesfeld ein eigenes Team. „Für die Kinder ist der Dorflauf immer das Event des Jahres“, so Zager.

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