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Rot-Weiß Olpe: Sportler fordern gleiches Recht für alle

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Gut in Schuss: Der Sportplatz in Bornen wird vom Verein in Eigenregie gepflegt – zurzeit noch ohne Zuschuss der Gemeinde.  Foto: Christopher Arlinghaus
Während die Sportvereine in Biesfeld und Kürten ein Budget von der Gemeinde für die Pflege des Sportplatzes bekommen, geht der Rot-Weiß Olpe leer aus. Darüber ärgern sich die Mitglieder des Rot-Weiß Olpe ganz gewaltig.  Von
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Trotz des trüben Winterwetters leuchtet der Rasen des Sportplatzes in Bornen in sattem Grün. Dass auf und um den Platz alles in Ordnung ist, darum kümmert sich Rot-Weiß Olpe in Eigenregie. Einen entsprechenden Nutzungsvertrag schloss der Verein im Januar 2011 mit der Gemeinde ab. Auch die Sportvereine in Biesfeld und Kürten verpflichteten sich ihre Plätze selber zu pflegen, bekommen dafür aber von der Gemeinde ein Budget zur Verfügung gestellt. Darüber ärgern sich die Mitglieder von Rot-Weiß Olpe ganz gewaltig. Sie fordern die Gleichberechtigung aller Vereine.

„Die Aufgaben der Gemeinde wurden zum Teil auf die Vereine übertragen“, erklärt Verwaltungsmitarbeiterin Marlene Schmidt. „Dafür zahlt die Gemeinde einen geldwerten Ausgleich.“ Laut einer Ausarbeitung der Gemeinde hat sich Montania Kürten verpflichtet, den Kunstrasenplatz wöchentlich abzuziehen und die Ablaufrinnen sauber zu halten sowie die gesamte Sportanlage in Schuss zu halten. Dafür erhält der Verein ein Budget von 7700 Euro pro Jahr.

Union Blau-Weiß Biesfeld bekommt für ähnliche Aufgaben 6000 Euro. Zurzeit wird über einen Vertrag mit Bechen diskutiert und auch mit dem DJK Dürscheid soll eine ähnliche Abmachung abgeschlossen werden. Doch für Olpe ist keine Budget vorgesehen. „Mit dem SSV RW Olpe besteht die Vereinbarung, dass der Verein – aus bekannten Gründen – sämtliche Leistungen selber trägt“, heißt es im Bemerkungstext des Verwaltungsausarbeitung.

Die Vorgeschichte: 2010 stand die Fusion der Sportvereine Rot-Weiß Olpe und Montania Kürten im Raum. Gemeinsam wollte man den Platz in Kürten nutzen und mit einem künstlichem Rasen ergrünen lassen. Die Politik unterstützte das Vorhaben, doch Rot-Weiß Olpe machte im letzten Moment einen Rückzieher – die Vereinsmitglieder wollten lieber ihren alten Platz behalten. Zwar wurde der Nutzungsvertrag für den Platz in Bornen verlängert, doch darin verpflichtete sich der Verein, für alle anfallenden Kosten selber aufzukommen. Im Juli 2011 feierte Rot-Weiß Olpe die Einweihung ihres mit eigenen Mitteln finanzierten Kunstrasenplatzes.

Dass die Sanierung des Sportplatzes in Kürten zum großen Teil mit den Mitteln aus der Sportpauschale finanziert wurde, erregte nicht nur den Unmut von Rot-Weiß Olpe, sondern auch der anderen Kürtener Sportvereine. Bereits im Sommer erfuhr Rot-Weiß Olpe von dem Geld, dass die anderen Vereine aus dem Rathaus bekommen sollen. „Deshalb habe ich im August im Rathaus wegen einer Budgetierung nachgefragt“, sagt Rot-Weiß Olpe Geschäftsführer Marcel Anders. Trotz mehrfachen Nachfragens erhielt er keine Antwort. Im Dezember wandte er sich schriftlich deshalb an die Fraktionen.

„Ich weiß, dass das Geld knapp ist, aber es soll gerecht verteilt werden“, so Anders. „Das ist ein schwieriges Thema“, sagt Marc Beer, CDU-Fraktionsvorsitzender. „Wir werden Anfang des Jahres das Gespräch mit dem Verein suchen und klären, wo das Problem liegt.“

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