24.08.2016
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„Wahl 2013 – Der Kandidatencheck“: Wahlversprechen unter der Lupe

Die Wahlplakate zur Landtagswahl 2010: Die ARD-Reporter sind den Wahlversprechen einmal nachgegangen.

Die Wahlplakate zur Landtagswahl 2010: Die ARD-Reporter sind den Wahlversprechen einmal nachgegangen.

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dpa

Die USA sind in ihrem Überwachungswahn mehr als nur ein bisschen aus dem Ruder gelaufen, der Bundeskanzlerin fällt zur NSA-Affäre nicht viel ein, und die FDP liegt in diversen Umfragen doch tatsächlich wieder bei fünf Prozent. Warum auch immer. All das interessiert, so zumindest der Tenor im sozialen Umfeld der wie immer 243-köpfigen Vorgezappt-Redaktion, erschreckend wenige Menschen, und wenn es nicht jeden Tag spürbar früher dunkel würde, würde man gar nicht glauben, dass in nur viereinhalb Wochen die Wahl zum Deutschen Bundestag ansteht.

Was Merkel und Steinbrück wollen

Steht sie aber – und wie. Vor allem die öffentlich-rechtlichen Sender werden in den nächsten Tagen und Wochen die Formate zur Bundestagswahl im Akkord versenden, und in „Wahl 2013 – Der Kandidatencheck“ (ARD, 22.45 Uhr) werden erst einmal die Wahlversprechen von Union und SPD unter die Lupe genommen und auf ihre Realisierbarkeit hin überprüft. Was will Merkel, was Steinbrück? Und hat das, was Merkel und Steinbrück wollen, auch nur annähernd etwas mit dem zu tun, was die Wähler wollen? „Der Kandidaten-Check" versucht, Politik nicht aus der Perspektive der Mächtigen und Funktionsträger zu erzählen, sondern setzt darauf, Politik mit den Bedürfnissen der Bürger abzugleichen.

ARD-Reporter befragen zu diesem Zweck Menschen in Essen und Erfurt (so viel West-Ost-Proporz muss anscheinend auch über 20 Jahre nach der Wiedervereinigung immer noch sein) und erfahren dabei, welche Probleme den Bürger am meisten auf den Nägeln brennen und wem sie die Lösung dieser Probleme am ehesten zutrauen. Außerdem werden Wahlaussagen von früher auf ihren aktuellen Wahrheitsgehalt überprüft, und Michael Spreng (der u.a. Wahlkampfberater von Jürgen Rüttgers und Edmund Stoiber war) und Frank Stauss (der in über 20 Wahlkämpfen SPD-Kandidaten von Gerhard Schröder bis Frank-Walter Steinmeier beraten hat) erklären, welche Rolle Marketing im Duell um das Kanzleramt spielt. Dass Rainer Brüderle von einem Weinfest in Mainz-Gonsenheim live zugeschaltet wird, ist allerdings nichts als ein Gerücht. Bisher jedenfalls.


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