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„Lost“-Regisseur: J.J. Abrams dreht neuen „Star Wars“

Regisseur J.J. Abrams.  Foto: Matt Sayles/Invision/AP
Mit dem Weltall kennt er sich aus: J.J. Abrams, der sich schon an „Star Trek“ versuchte, wird beim nächsten „Star Wars“-Film Regie führen. Auf Twitter wird bereits gespottet. Ein Mann für beide Welten – das darf doch nicht sein.  Von
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Jahrzehntelang teilte sich die Nerd-Gemeinde in zwei Glaubensrichtungen auf: Entweder, man war Star Trek- oder  Star Wars-Fan. Entweder man erforschte mit dem Raumschiff Enterprise neue Welten, neues Leben und neue Zivilisationen. Oder man raste mit der Millennium Falcon den Häschern des Galaktischen Imperiums davon. Ungläubige, die weder den einen, noch den anderen Weg zu den Sternen einschlugen, können sich das vorstellen wie den Unterschied zwischen katholisch (Star Wars mit seinen Jedi-Heiligen) und evangelisch (Star Trek mit seiner Frohen Botschaft der Vernunft) vorstellen.

Entsprechend groß war der Aufschrei als jetzt bekannt wurde, dass ausgerechnet J.J. Abrams beim nächsten Star Wars-Film Regie führen wird. Nicht, weil J.J. Abrams nun ein ausgemacht schlechter Regisseur wäre, oder gar ein im Nerd-Universum verhasster Auftragsarbeiter wie Brett Ratner („X-Men: Der letzte Widerstand“). Aber der 46-Jährige hat eben nicht nur die erfolgreichen TV-Serien „Alias“ und „Lost“ zu verantworten, sondern ausgerechnet mit seinem Kinofilm „Star Trek“ im Jahr 2009 das lahmende Enterprise-Franchise zu neuem Leben erweckt. Kommenden Mai kommt die Fortsetzung „Star Trek into Darkness“ auf die großen Leinwände. Buch und Regie stammen erneut von J.J. Abrams.

Der wird sich – kaum hat er die Werberunden für „Into Darkness“ absolviert – wohl sofort in die Vorbereitungen zur „Episode VII“ stürzen. Der Film soll 2015 anlaufen. Als vergangenen Oktober bekannt wurde, dass der müde Sternenkrieger George Lucas sein Imperium an die Walt Disney Company verkauft und diese sofort eine Fortsetzung annoncierte, die inhaltlich an die erste Trilogie anknüpfen soll, glaubten nicht wenige Star-Wars-Jünger den Hauch der Macht zu spüren. Nun fühlen sie sich von ihr geohrfeigt. Beziehungsweise in die Ökumene getrieben.

Sofort twitterten die ersten Hardliner, dass J.J. nur für Jar Jar stehen könnte. Jar Jar Binks ist der unpopulärste Charakter der Star-Wars-Welt. Und natürlich folgten etliche Witze darüber, dass Jedis und Siths sich demnächst mit Blendflecken  statt mit Laserschwertern duellieren werden. Denn künstliche Linsenreflexionen  sind eines von Abrams liebsten Stilmitteln.

Tatsächlich hat Abrams die Einigung der Glaubensrichtungen längst vollzogen. Denn sein „Star Trek“-Film nutzte zwar die altbekannten Charaktere des „Raumschiff Enterprise“, doch Tempo und Gefühl beliehen eindeutig die alten Blockbuster von George Lucas. Die Macht war längst mit ihm.

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