26.09.2016
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Kölner Stadt-Anzeiger | „Lebenslänglich“: Das neue BAP-Album im Schnelldurchlauf
15. January 2016
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„Lebenslänglich“: Das neue BAP-Album im Schnelldurchlauf

Das Cover des neuen Albums „Lebenslänglich“

Das Cover des neuen Albums „Lebenslänglich“

Foto:

PR

Politisch, nostalgisch und unterhaltsam – auch das 18. Studioalbum der Kölner Band BAP, deren Mitglieder über die ganze Republik verstreut sind, hat Schönes und Gutes zu bieten. Spannend ist: Durch die Kölner Silvesternacht hat „Lebenslänglich“ da und dort eine neue Aktualität gewonnen. Wolfgang Niedeckens kritische Texte passen bestens in die schlechte Zeit.

Das neue Album im Schnelldurchlauf:

1. Alles relativ

Musikalisch entspannt geht es hinein ins Album. Vielleicht eine Altersfrage: „Jetzt jeht’e op die Sibbzich zo, su langsam wett’e alt.“ singt Wolfgang Niedecken (64). Und noch ein Satz zum Aufhorchen: „Dat Eis der Zivilisation weed dönner, Daach für Daach“, geschrieben lange vor der Kölner Silvesternacht.

Wir starten das Jahr mit der ersten Songvorstellung des LEBENSLÄNGLICH Albums:

Posted by BAP on Freitag, 1. Januar 2016

2. Absurdistan

Auch hier zeigt sich, was immer schon galt: Niedecken kann kritische Rockmusiktexte. „Absurdistan“ zielt auf Öko- wie Terror-Krise: „Viel zu lange ha’m wir alle akzeptiert,/ dass man Fakten einfach ignoriert./ Schulterzuckend, su als ob nix wöhr,/ wegluhrt und verdrängk un resigniert.“ Dazu gibt es final ein „Kyrie eleison“. Himmel, hilf!

3. Da Herjott meint et joot met mir

Ein munteres Dankeschön in eigener Sache, adressiert an eine höhere Macht. Eine der wenigen Stromgitarren-Kompositionen.

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4. Die Ballade vom Vollkasko-Desperado

Ein neues Gesicht in Niedeckens Sammlung unangenehmer Typen (Durchblickprofi, Wellenreiter, Müsli-Man, ahl Männer etc.).

Heute gehts um den Song, der meine vermeintliche Schreibblockade gelöst hat, den kleinen Bruder von der rot-weiß-blau quergestreiften Frau:

Posted by BAP on Montag, 4. Januar 2016

5. Miehstens unzertrennlich

Noch ein Dankeschön. Diesmal an eine ehemalige Partnerin (Mini-Rock, France-Gall-Frisur, manchmal sogar treu). Hört sich gut an.

6 Et ess lang her

Höchst ungewöhnlich (und damit das erste Alleinstellungsmerkmal): Ein Song über einen Song - den erfolgsreichsten Hit der Band. Niedecken erzählt hier, dass er den Text über seinen Vater am Rosenmontag 1981 geschrieben habe. „Verdamp‘ lang her“.

7. Dausende vun Liebesleeder

Der obligatorische Köln-Song: „Die Lück he sinn stolz op irjendjet Nebulöses.“ Das drücke sich in vielen Liebesliedern auf die Stadt aus. Man darf dankbar feststellen: Nicht zuletzt solchen von BAP. Niedecken selbst – so sagt er es im Gespräch - schätzt besonders Willi Ostermanns „Heimweh nach Köln“. Das gab es zum Schluss des Berliner Konzerts als Winke-winke.

Natürlich ist es ein bitterer Zufall, dass wir diesen Song ausgerechnet in der Woche nach der Silvester-Randale vor dem Kölner Hauptbahnhof vorstellen. Aber es ist nun mal das siebte Lied des Albums und heute ist es an der Reihe. Leute die LEBENSLÄNGLICH vorbestellt haben, können es sich ab morgen runterladen und ihr alle habt dann auch Zugriff auf den Videoclip, der aus Sequenzen des ALAAF YOU-Kinofilms und Studioimpressionen aus dem GAGA zusammengeschnitten wurde. Was die Vorfälle in der Silvesternacht betrifft, mahne ich zur Besonnenheit. Wir sind alle immer noch geschockt und können es kaum glauben, dass sowas in unserer toleranten Stadt passieren konnte und es ist mir natürlich auch völlig klar, dass diese Situation Wasser auf die Mühlen der Populisten ist. Aber unser Rechtsstaat ist wehrhafter, als diese sich das wahrscheinlich wünschen. Vorverurteilung und Dämonisierung lösen das Problem nicht. Es muss ergebnisoffen ermittelt werden und dann im Rahmen unserer Gesetze geahndet werden. Alles andere wäre leider nur naiver Aktivismus.

Posted by BAP on Donnerstag, 7. Januar 2016

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8. Auszeit

Inhaltlich die Kehrseite des düster-zornigen „Absurdistan“ (siehe 2). Die Sehnsucht, sich einmal nicht auf den Horror einlassen zu müssen. Mögen auch alle rotieren – wir sind diesmal nicht dabei. Das ist kein Bekenntnis zur Weltflucht, sondern zur Notwendigkeit, zwischendurch einmal Luft zu holen.

Bergfest. It's all in the song!Und heute um 19:00 folgt die Videopremiere für Dausende von Liebesleeder!Wer die CD schon vorbestellt hat, kann ab heute auch diesen Song schon downloaden. Und wer es noch nicht vorbestellt haben sollte, kann es bei Bedarf unter folgenden Adressen noch tun:Amazon:CD: http://bit.ly/AlbumCD1CD Deluxe ltd.: http://bit.ly/CDdeluxe1CD Ltd Box Edition: http://bit.ly/boxedition1Vinyl incl mp3: http://bit.ly/vinylmp31Download: http://bit.ly/LebenslänglichMP3 iTunes:Album: http://bit.ly/ItunesCD

Posted by BAP on Freitag, 8. Januar 2016

9. Vision vun Europa

Das Flüchtlingsdrama aus Sicht derer, die eine Vision von Europa haben. Was sie erwarten: Einen Kontinent der Würde, des Wohlstands, des Glücks und des Respekts. Mit dezenten nordafrikanischen Tonspuren.

10. Zeitverschwendung

Ein Dankeschön an die Ehefrau. Der hatte Niedecken zuvor schon ein Album gewidmet: „Zosamme alt“ (2013). Nun gibt es einen Titel als Zugabe. Nach 30 Jahren stehe fest: „Keine Reklamationen“.

11. Schrääsch hinger mir

Jürgen Zöller trommelte von 1987 bis 2015 für BAP. Jetzt ist er nicht mehr auf der Bühne dabei, aber in einem Song verewigt. Wann wird einem Musiker das schon mal geboten? Zöller wird es zu schätzen wissen. Dienstältestes Bandmitglied neben Niedecken ist jetzt Bassist Werner Kopal, der 1996 dazustieß, gefolgt von Pianist Michael Nass (1999). Außerdem dabei: Anne de Wolff, Ulrich Rode, Rhani Krija und Sönke Reich, der neue Trommler. Der wurde am Donnerstag 33 Jahre alt und ist damit deutlich jünger als die Band.

Im Fokus-Artikel werden vier Liebeslieder erwähnt. Das ist eins davon:

Posted by BAP on Montag, 11. Januar 2016

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12. Sankt Florian

Eine Spielerei mit Kalendersprüchen. Macht musikalisch mehr her als inhaltlich. Ein Song, bei dem nicht ganz klar wird, worauf er hinauswill.

Sankt Florian ist der Heilige, den man bittet, den Blitz doch lieber beim Nachbarn einschlagen zu lassen. (Ene komische Hillije)

Posted by BAP on Dienstag, 12. Januar 2016

13. Komisch

Cover-Version von Bob Dylans Klassiker „Simple Twist of Fate“. War wohl mal wieder an der Zeit, den Hausheiligen zu würdigen. Allerdings wird das Tempo des Songs stark gedrosselt und Dylan ausgebremst.

14. Unendlichkeit

Eine schöne Schlusskurve. Mit klarer Perspektive: „Et jeht immer wigger, einfach immer wigger,/ durch den Raum und durch die Zeit.“ Und zwar geht es weiter mit der Tournee "Die beliebtesten Lieder", die offiziell am 18. Mai beginnt. Nicht in Köln, auch nicht in Neukölln, sondern in Münster.

LEBENSLÄNGLICH sucht man Zuversicht

Posted by BAP on Donnerstag, 14. Januar 2016
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