28.09.2016
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Konzert im Kölner Palladium: Frank Turner macht zum Abschluss ordentlich einen drauf

Der Sänger und Gitarrist Frank Turner bei einem Konzert in Hamburg am Mittwoch.

Der Sänger und Gitarrist Frank Turner bei einem Konzert in Hamburg am Mittwoch.

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imago/Manngold

Köln -

Einen buchhalterischen Habitus kann man Frank Turner nicht absprechen. Penibel listet er Konzert für Konzert auf seiner Internetseite auf. Am Freitag stand im Palladium Auftritt Nr. 1826 im Solo-Schaffen des in Winchester aufgewachsenen Briten auf dem Programm – gleichzeitig auch der (vorläufige) Abschluss der Welttournee zum Erscheinen seines aktuellen Albums „Positive Songs for Negative People“ und mit 4000 Besuchern das bestbesuchte Konzert Turners in Deutschland überhaupt. Und wie sich das für Abschlüsse so gehört, macht man ordentlich einen drauf.

Frank Turner spielt Motörhead zu Ehren Lemmy Kilmisters

Songs zum Feiern hat Turner dazu genug. Das zweiminütige Folk-Punk-Stück „Try This at Home“, das schon früh im schweißtreibenden zweieinviertelstündigen Auftritt zum kollektiven Ausrasten des Publikums führte, „Out of Breath“, das wie immer großartige „Photosynthesis“, „Get Better“ oder „Four Simple Words“. Und zwischendurch bedient er sich auch mal kurz bei Motörhead und spielt „Ace of Spades“ an, Lemmy Kilmister zur Ehre. „Am Anfang der Tour habe ich zum Spaß das Riff gespielt, jetzt können wir den Song immerhin zur Hälfte“, erzählt Turner dazu.

Weil es natürlich auch für den Tour-Support, den zotteligen Folk-Clown Will Varley und die Irish-Rock-Band Skinny Lister, das letzte Konzert war, feierte man zusammen auf der Bühne. Varley durfte ein Mundharmonika-Solo in „I Still Believe“ spielen. Mit Skinny Lister tranken Turner und seine Band The Sleeping Souls einen Whiskey. Und weil die Schnapsgläschen am anderen Ende der Halle abgeholt werden mussten, inszenierte Turner ein Crowd-Surfing-Rennen. Zwei Skinny-Lister-Mitglieder wurden vom Publikum über die Köpfe hinweg längs durch die Halle getragen. Sowohl die Musiker als auch auf dem Rückweg die Schnapsgläschen blieben unversehrt. Na denn, Prost!


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