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„Wim Wenders Stiftung“: Eine Heimat für das Œuvre

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Donata und Wim Wenders blicken auf Düsseldorf.  Foto: AFP
Gemeinsam mit seiner Frau hat der Filmemacher Wim Wender in Düsseldorf eine Stiftung gegründet, die sein Werk als Ganzes pflegen und letztlich der Allgemeinheit zugänglich machen soll.  Von
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Wim Wenders möchte sein Werk vom Privatsitz in eine Stiftung überführen. Zu diesem Zweck hat er gemeinsam mit seiner Frau, der Fotografin Donata Wenders, die „Wim Wenders Stiftung“ ins Leben gerufen. Diese hat ihren Sitz in Düsseldorf und wird neben dem filmischen Œuvre auch Wenders’ fotografische, malerische und literarische Arbeiten umfassen.

Ebenfalls engagiert in der Stiftung sind neben der Stadt Düsseldorf und dem Land Nordrhein-Westfalen die Film- und Medienstiftung NRW sowie die Kulturstiftung der Länder.
Wenders wurde 1945 in Düsseldorf geboren; hier verbrachte er seine Schulzeit. Er habe sich keine andere Stadt vorstellen können, um seine Stiftungspläne zu realisieren, sagte er am Freitag in der Landeshauptstadt. Er empfinde Düsseldorf als seine Heimat.

Rechte an den älteren Werken erwerben

Ein Großteil der Wenders-Filme befindet sich derzeit im Besitz des „Reverse-Angle“-Produzenten Peter Schwartzkopff, der auch „Land of Plenty“ und „Don’t Come Knocking“ produziert hat. Bis Ende des Jahres wird die Stiftung die Rechte an den älteren Werken erwerben, anschließend kommen die neueren Filme, über die Wenders ohnehin verfügt, hinzu. Das gesamte Œuvre, also auch die Fotografien sowie die wenig bekannten Gemälde, soll als Ganzes gepflegt, notfalls restauriert und digitalisiert und der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden. Auch wissenschaftlicher Arbeit zu Wenders soll die Stiftung entgegenkommen.

Werke von Wim Wenders

Wenders gründete 1971 mit anderen Autorenfilmern des Neuen Deutschen Films den Filmverlag der Autoren. Nach der Romanadaption von Peter Handkes „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ gelang ihm mit „Alice in den Städten“ 1973 der Durchbruch. Mit „Buena Vista Social Club“ landete er 1999 einen internationalen Erfolg und erhielt eine Oscar-Nominierung.

Sein Werk umfasst sowohl Spielfilme wie auch Dokumentar- und Musikfilme wie „Viel passiert – Der BAP-Film“. Auch Musikclips und Werbefilme hat Wenders gedreht. Mit seiner „Road Movies Filmproduktion“ machte er sich 1976 unabhängig und produziert auch Filme anderer Regisseure. An der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg unterrichtet Wenders Film. (F.O.)

Zur öffentlichen Präsentation zählen darüber hinaus eine Retrospektive der Wenders-Filme im Kino des Düsseldorfer Filmmuseums sowie Ausstellungen. Marc Jan Eumann, Medien-Staatssekretär in NRW, sagte, die Stiftung sei ein Geschenk an alle Bürger und eine Herzensangelegenheit von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. An diese war Wenders mit seinen Plänen herangetreten.

Nicht zuletzt will die Stiftung Stipendien an den filmischen Nachwuchs vergeben, um den sich Wenders persönlich kümmern will. Sein Interesse gilt dabei vornehmlich technischen Innovationen, die neue Erzählformen schaffen. Er selbst hat zuletzt „Pina“ in 3-D-Technik gedreht und damit dem Dokumentarfilm wichtige Impulse verliehen.

Wenders gilt international als einer der wichtigsten Regisseure aus Deutschland, Filme wie „Alice in den Städten“, „Der Himmel über Berlin“ oder „Hammett“ werden als Klassiker immer wieder aufgeführt. 1982 gewann er mit „Der Stand der Dinge“ den Löwen von Venedig und 1984 mit „Paris, Texas“ die Palme von Cannes.

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