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Afrika-Projekt: Tykwer feiert Premiere in Köln

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Tom Tykwer wird den neuen Film aus seinem Afrika-Projekt am Dienstag im Kölner Cinenova vorstellen. Foto: AFP
Tom Tykwer stellt den neuen Film aus seinem Afrika-Projekt am Dienstag in Köln vor. Das kenianische Drama „Something Necessary“ von Judy Kibinge spielt vor dem Hintergrund der Unruhen, die den kenianischen Präsidentschaftswahlen 2007/2008 folgten.
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Köln/Berlin

Der deutsche Filmemacher Tom Tykwer („Lola rennt“, „Der Wolkenatlas“) stellt einen neuen Film aus seinem Afrika-Projekt vor. Das kenianische Drama „Something Necessary“ von Regisseurin Judy Kibinge feiert am Dienstag in Köln Deutschlandpremiere. An dem Abend im Cinenova sind unter anderem die Produzenten Tom Tykwer, Marie Steinmann-Tykwer und Sarika-Hemi Lakhani, Ko-Produzent: Rosh Khodabakhsh, Regisseurin Judy Kibinge und Hauptdarstellerin Susan Wanjiru anwesend. Beginn ist um 19.30 Uhr.

In Berlin wird die Vorführung am Mittwoch von einer Podiumsdiskussion zu den kenianischen Präsidentschaftswahlen am 4. März begleitet. Danach ist eine bundesweite Kinotour geplant.

In dem Film geht es um eine junge kenianische Frau, die nach einem tödlichen Überfall auf ihre Familie versucht, trotz der traumatischen Erlebnisse ihr Leben neu zu beginnen. Die Low-Budget-Produktion entstand im Rahmen des Fortbildungsprojekts, das Tykwer gemeinsam mit seiner Frau Marie Steinmann in Nairobi betreibt.

Mit ihrer Produktionsfirma One Fine Day Films bieten sie Workshops an, die afrikanische Filmemacher fit für die internationale Konkurrenz machen sollen. Der vorige Film „Nairobi Half Life“ von Regisseur Tosh Gitonga ist derzeit für Kenia im Rennen um den Auslands-Oscar.

Strudel der Gewalt

Tykwer nannte „Something Necessary“ eine ebenso bewegende wie bedrückende filmische Spiegelung eines aktuellen Themas. „Dass dabei eine so persönliche und kontroverse Perspektive vermittelbar wird, ist ein erklärtes Ziel unseres Engagements im ostafrikanischen Nachwuchskino: Regionale Autorenfilmer erzählen mit individueller Handschrift Geschichten aus ihrer Welt und ihrer Wahrnehmung“, sagte er.

Der Film spielt vor dem Hintergrund der Unruhen, die den kenianischen Präsidentschaftswahlen 2007/2008 folgten. Die Hauptfigur Anne wird beim Überfall marodierender Banden vergewaltigt, ihr Mann stirbt, der kleine Sohn fällt schwer verletzt für Wochen ins Koma. Diesem Schicksal ist das Porträt eines Mittäters gegenübergestellt, der vergeblich versucht, dem Strudel der Gewalt zu entkommen. Die jetzigen Präsidentschaftswahlen haben erneut Gewalt in Kenia ausgelöst. (dpa)

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