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Bachmann-Preis: Das Wettlesen geht weiter

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Könnte es sein, dass der Literaturwettbewerb des Ingeborg-Bachmann-Preises dieses Jahr zum letzten Mal stattfindet? Foto: dpa
In die zweite Runde geht es für die Kandidaten des Bachmann-Preises in Klagenfurt. Der Brasilianer Zé do Rock eröffnete den Wettbewerbstag und erhielt gemischte Resonanz von den Juroren. Außer ihm stellen sich vier weitere Literaten dem Wettbewerb.
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Wien-Klagenfurt

Das 37. Wettlesen um den Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt geht in die nächste Runde: Am Freitag startete Zé do Rock den zweiten Tag des renommierten Lesefestes. Der Brasilianer, der in München lebt, bot mit seinem Text „Gott is Brasilianer, Jesus anscheinend auch“ eine bunte Erzählung durch seine Heimat mit viel Dialekt und ohne viel Tiefe.

Jurorin Hildegard Keller gefiel der lebhaft vorgetragene Text, der für sie einen großen „Fetzigkeitsfaktor“ brachte. Literaturkritiker und Juror Hubert Winkels fand aber, dass das Potenzial des Textes nach einer halben Stunde bereits wieder erschöpft sei.
Am Vormittag waren noch die Autoren Cordula Simon und Heinz Helle an der Reihe.

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Am Nachmittag waren die Lesungen von Philipp Schönthaler und Katja Petrowskaja angekündigt. Der Preis, der nach der Kärntner Dichterin Ingeborg Bachmann (1926-1973) benannt ist, ist von den Diskussionen um das mögliche Ende des renommierten Literaturfestes durch Sparmaßnahmen des ORF überschattet. (dpa)

Der Ingeborg Bachmann-Preis

Der Ingeborg-Bachmann-Preis gilt als eine der wichtigsten literarischen Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Namensgeberin ist die österreichische Schriftstellerin und Lyrikerin Ingeborg Bachmann (1926-1973), die in Klagenfurt geboren wurde. Zu ihren bekanntesten Werken zählen „Der gute Gott von Manhattan“ und „Malina“.

Der Preisträger wird in einem öffentlichen Wettbewerb in Klagenfurt am Wörthersee ermittelt. Die Teilnehmer stellen ihre Texte, die bis dahin nur den Juroren bekannt sind, in einer etwa 20-minütigen Lesung vor Publikum vor. Im Anschluss debattiert die Jury öffentlich über die Beiträge. Nach dem dreitägigen Wettbewerb wird der mit 25 000 Euro dotierte Bachmann-Preis verliehen, der von der Stadt Klagenfurt gestiftet wird. Die Dotierungen anderer Auszeichnungen im Rahmen der Veranstaltung werden unter anderem von Banken und Verlagen übernommen.

Der Wettbewerb wurde 1976 ins Leben gerufen und wird zum Großteil vom öffentlich-rechtlichen Sender ORF finanziert. Sparmaßnahmen des ORF könnten ab 2014 zum Aus des Lesefestes führen, was heftige Proteste auslöste.

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