27.08.2016
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Dschungelcamp: Botox ist feuerfest

Dschungelcamp Tag 6

Allegra bei ihrer Dschungelprüfung. Eleganz sieht anders aus.

Foto:

RTL

Köln -

Auferstehung des Tages

Die von Allegra. Saß bisher als Botox-Opfer mit schwerer „Ich bin auch mit 46 noch das Kind berühmter Eltern“- Transusigkeit und ausgeprägter Leidensmiene auf der Pritsche rum. Musste dann zu ihrer ersten Dschungelprüfung. Hüpfte in dieser mit der Anmutung eines landenden Albatrosses durch eine Feuerwand, ließ sich hernach ins Wasser plumpsen und scheiterte erst nachhaltig, als sie eine glitschige Plastikplane raufkrabbeln sollte. Macht nix. Hat die Dschungelprüfung, wenn auch arg knappluftig, überlebt. Und simultan bewiesen, dass Botox feuerfest ist. Könnte ihr neuen Mumm geben. Spürt womöglich für eine Nacht, dass sie auch da ist (und bleibt), wenn sie mal nicht alle 15 Minuten „Christine Kaufmann“ und „Tony Curtis“ sagt. 

Lagerkoller des Tages

Betrifft alle elf Insassen. Nach einer knappen Woche wird gezetert und gezankt, dass es eine helle Freude ist. Beim Zugucken. Dezente Grüppchenbildungen zeichnen sich ab. Im Zweifelsfalls gilt aber noch: jeder gegen jeden, und alle gegen Georgina. Und warum? Weil sie es verdient hat. Die Prekariats-Prinzessin inszeniert sich wirklich nach allen Regeln der nervigen Plapperitis: Jedes Ausatmen endet zuverlässig in keinem Gedanken, dafür aber konsequent in Lautstärke und Angeberei, kombiniert mit einer handfesten Beratungsresistenz. Dass man Gummischuhe zum Trocknen nicht direkt ans Lagerfeuer stellt, rafft sogar Joey. Prognose für die Zeit nach dem Camp: Clearasil kommt auf die junge Frau zu und engagiert sie als Testemonial. Schon der Hammer, wie Georginas Haut von Tag zu Tag im Dschungel immer pickliger wird.  

Weibliche Häme des Tages

„Sie lässt es einfach nicht zu, dass ein dummes It-Girl zum Gespött gemacht wird. Den Fehler hat sie einmal gemacht.“ Sonja Zietlow über Iris’ Beschützerinstinkte in Bezug auf Georgina und die Versäumnisse bei Daniela Katzenberger.

Fehleinschätzung & Heimweh des Tages

Beides kredenzt von: Joey. Fühlt sich „unnützlich und schwach“. Weint und greint und hat schlimmes Heimweh. Möchte da nicht sein, wo er freiwillig hingegangen ist. Gibt sich stattdessen mit größtmöglichem Restmut den Marschbefehl in seinen natürlichen Lebensraum: „Weil ich bin ja so’n verrückter Stiefel, und ich bin ja auch Sänger, der auf die Bühne will.“ Ist natürlich alles Mumpitz. Und seit wann bauen die bei OBI Bühnen auf? Singt man da nicht direkt zwischen der Sanitär- und Elektroabteilung? Korrekt ist vielmehr: Die von „DSDS“ haben dir, Joey, nur erzählt, dass du ein Sänger bist. Und es dir so lange eingebimst, bis du das selbst geglaubt hast. Also ungefähr zwei Minuten. Und die von „DSDS“, das sind übrigens auch die, die dafür verantwortlich sind, dass du mit 19 Jahren schon im Dschungelcamp rumlungerst. 

Männliche Häme des Tages

Daniel Hartwich: „Joey denkt seit drei Tagen über einen Auszug nach. Aber zum Glück hat er die Aufmerksamkeitsspanne eines Guppys; ich wünsche mir, dass er bleibt.“

Vermisstenmeldung des Tages

Betrifft Arno, Claudelle und Klaus. Sind zwar manchmal im Bild, aber allenfalls körperlich anwesend. Dösigkeitsfaktor zehn; eine Dose Büchsenmilch hat jedenfalls mehr Ausstrahlung als dieses Trio.