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Elbphilharmonie: Hamburg entscheidet sich für Hochtief

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Die Baustelle der Elbphilharmonie Foto: dapd
Hamburg wird die umstrittene Elbphilharmonie weiterhin mit dem Baukonzern Hochtief bauen. Demnach würde der Essener Baukonzern künftig alle Risiken bei dem Konzerthaus in der HafenCity übernehmen, sagte Bürgermeister Olaf Scholz.
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Hamburg

Eine Entscheidung beim Bau der umstrittenen wie kostspieligen Elbphilharmonie ist gefallen: Hamburg will das prestigeträchtige Konzerthaus in der HafenCity grundsätzlich mit Hochtief zu Ende bauen.

Dabei würde der Essener Baukonzern künftig alle Risiken übernehmen, wie Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos) am Samstag in der Hansestadt sagten. Das bedeutet für die Stadt Mehrkosten in Höhe von 198 Millionen Euro und schraubt den Gesamtpreis auf mehr als eine halbe Milliarde Euro. Die Übergabe verzögert sich auf Mitte 2016, die Eröffnung auf Frühjahr 2017. Bis Ende Februar möchte der Senat endgültig über das Angebot von Hochtief entscheiden.

Damit trifft Scholz knapp zwei Jahre nach seinem Amtsantritt eine richtungsweisende Entscheidung für den Bau: Gemeinsam mit seinen Senatoren sprach sich der Regierungschef am Samstag in einer Sondersitzung für Hochtief aus. Der Essener Baukonzern hatte noch am Samstag ein weitreichendes und überarbeitetes Angebot vorgelegt. Demnach übernimmt das Unternehmen alle Risiken bei dem Bau und beendet alle Rechtsstreitigkeiten mit der Stadt. Im Gegenzug muss Hamburg 198 Millionen Euro zusätzlich für den Bau zahlen. Damit wären alle Ansprüche, inklusive die der Architekten, abgedeckt.

Eröffnung auf Frühjahr 2017 verschoben

Die Stadt Hamburg bleibt somit eine Art Bauherr mit Kontrollfunktion. Hochtief verpflichtet sich ferner, das Konzerthaus bis Mitte 2016 schlüsselfertig zu übergeben. Die Eröffnung der Elbphilharmonie verschiebt sich damit auf das Frühjahr 2017. Scholz zufolge will der Senat sich allerdings nun bis zum 28. Februar das Recht vorbehalten, den Vertrag mit Hochtief noch kündigen zu können. Bis dahin soll das jüngste Angebot des Essener Unternehmens rechtsverbindlich werden.

Alternativ hatte sich der Senat am Samstag nämlich auch mit einem zweiten Szenario beschäftigt, wonach die Stadt das äußerst komplexe Konzerthaus alleine fertig bauen könnte - ohne Hochtief. Auch diese Variante würde Mehrkosten in Höhe von rund 200 Millionen Euro bedeuten. Zudem würde sich die Eröffnung um weitere sechs bis zwölf Monate verzögern.

Das Konzerthaus in der HafenCity ist seit Jahren Streitobjekt zwischen der Stadt Hamburg und Hochtief. Ursprünglich war für die Stadt ein Kostenanteil von 77 Millionen Euro veranschlagt worden und sollte 2010 fertiggestellt werden. Auch der Eröffnungstermin wurde seit der Grundsteinlegung im April 2007 stets verschoben. Die Kosten für den Bau betragen mittlerweile 377 Millionen Euro, inklusive Hotel und Tiefgarage. Insgesamt geht die Stadt nun insgesamt von einem Preis in Höhe von 575 Millionen Euro aus. (dapd)

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