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Erdmöbel in der Kulturkirche: „Weihnachten ist mir doch egal“

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Die Band Erdmöbel  Foto: Peter Rakoczy
Die Kölner Band Erdmöbel gab in der Kulturkirche ein Weihnachtskonzert der etwas anderen Art: Denn mit Weihnachten verbindet Markus Berges und seine Kollegen eine Hassliebe. Auch Neujahrsgrüße schickte die Band schon mal.  Von
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Köln

Mit Weihnachten hält es die Band Erdmöbel wie mit der Stadt Köln: Sie ist dem Fest des Klingeling wie ihrer Wahlheimat in einer Art Hassliebe verbunden. Warum also nicht einmal ein komplettes Konzert der saisonbedingten Besinnlichkeitsdiktatur widmen? Mit den Mitteln, die Markus Berges und seine Kollegen seit über 15 Jahren auf ihren Alben und Auftritten mit großem Erfolg proben ­– melodieverliebte, von Posaune, Akkordeon und Keyboards vergrößerte Popsongs, die sich aus dem wunderlichen Klang der Worte speisen. Und gerne nachdenklich, aber nie besinnlich sind.

Ein Weihnachtskonzert à la Erdmöbel sollte es diesmal also sein. Beim Auftritt in der prall gefüllten Kulturkirche in Nippes reichte das Spektrum von der Umdichtung des nicht nebenwirkungsfreien Wham-Klassikers „Last Christmas“ („Weihnachten ist mir doch egal“) bis zum aktuellen Erdmöbel-Christmas-Song „Fräulein Frost“. Und wo nicht explizit Weihnachten draufsteht, kann ja trotzdem Weihnachten drin sein, mehr noch: „Alle unsere Songs haben mit Weihnachten zu tun“, schummelte Sänger Markus Berges gleich zu Beginn des Konzertes. Die Band hatte keine Mühen gescheut und ihr komplettes Oeuvre nach weihnachtlichen Ingredienzien durchforstet, Liedtexte entdeckt, in denen Dresdner Stollen und weihnachtliche Gewürze auftauchen, eine Weihnachtspyramide einmal. Und mit dem Song „Erster Erster“ schickten Erdmöbel gleich die ersten Neujahrsgrüße ins Kirchenrund: „Ich bin vor mir da, frohes neues Jahr“.

Was Ekki Maas, Wolfgang Proppe, Christian Wübben, Markus Berges, Henning Beckmann und Gastsängerin Anne Haight auf der stimmungsvoll ausgeleuchteten Bühne boten, war eine weitgehend beschwingte, durchweg charmante Mogelpackung: Weihnachten war ja ein prima Vorwand, sich mal wieder zu treffen und im gemeinsamen Chor über das Fest der Liebe hinwegzutirilieren, besser: all die alten „Hits“ zu feiern. Das Publikum sang mit, was mitzusingen war. Sänger Markus Berges registrierte wohlwollend die versammelten „goldenen evangelischen Kehlen“, musste sich prompt ein paar Zwischenrufe aus dem Publikum gefallen lassen und lenkte ganz friedlich im Sinne der Ökumene ein: „Oder sind hier auch Katholiken dabei?“

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