29.07.2016
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Käthe Kollwitz Museum: Von Kitsch und Kunst

Käthe Kollwitz Museum Köln

Van Houten's Cacao, Amsterdam 1890/95.

Foto:

Käthe Kollwitz Museum Köln

Köln -

Der Farbendruck gehörte im 19. Jahrhundert zu den großen innovativen Techniken. Die Entwicklung im Druckerei- und Verlagswesen zwischen 1840 und 1890 lässt sich ein bisschen mit der digitalen Revolution von heute vergleichen. Die Verbreitung von Zeitschriften, Büchern und Werbung nahm explosionsartig zu.

Überall gab es Bilder, die unterhielten oder über die Welt informierten: in Tageszeitungen, in Schulbüchern, auf Plakatwänden und Verpackungen. Sie zeigten schöne Damen, liebliche Kinder, Märchenillustrationen, Stadt- und Fabrikansichten oder Schiffsbilder. Es gab bunte Menükarten des Berliner Königshauses, Sammelbilder, Weinetiketten und dekorative Drucke für das Wohnzimmer.

Die Ausstellung „Als Kitsch noch Kunst war“ im Käthe Kollwitz Museum Köln beleuchtet diese Erfolgsgeschichte. Es entsteht ein detailreiches und erzählfreudiges Bild der „rosigen“ Seiten des Industriezeitalters.

Die meisten Drucke, die damals in großen Auflagen erschienen, sind heute äußerst selten. Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg besitzt aber noch eine umfangreiche graphische Sammlung. Das Käthe Kollwitz Museum Köln hat diese Sammlung als Leihgabe bekommen und damit einen Teil der Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts nach Köln geholt.

Ausstellung „Als Kitsch noch Kunst war. Farbendrucke im 19. Jahrhundert“, 22. März bis 9. Juni 2013, Käthe Kollwitz Museum Köln, Kreissparkasse Köln, Neumarkt 18 - 24, 50667 Köln.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Samstag/Sonntag/Feiertag 11 bis 18 Uhr.


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