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Katja Petrowskaja: Ukrainerin gewinnt Bachmann-Preis

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Die ukrainische Autorin Katja Petrowskaja hat den 37. Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen. Foto: dpa
Die ukrainische Autorin Katja Petrowskaja hat den 37. Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen. Mit ihrem Text „Vielleicht Esther“ über das Schicksal einer jüdischen Urgroßmutter im besetzten Kiew gewann sie die begehrte Auszeichnung.
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Klagenfurt

Bereits nach dem ersten Wahlgang der Jury stand die neue Preisträgerin des 37. Ingeborg-Bachmann-Preises fest: Die aus der Ukraine stammende Schriftstellerin Katja Petrowskaja wurde am Sonntag in Klagenfurt mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. Die Autorin, die 1970 in Kiew geboren wurde und in Berlin lebt, gewann mit ihrem Text „Vielleicht Esther“. Die zuletzt wegen Sparplänen des öffentlich-rechtlichen Senders ORF infrage gestellte Finanzierung des Wettbewerbs ist auch wieder sichergestellt.

Wettbewerb wird weiterhin übertragen

„Der Bachmann-Preis bleibt“, sagte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. Auch die Übertragung durch 3sat sei weiter garantiert. Das mögliche Aus hatte heftige Proteste in der Kulturlandschaft ausgelöst. Fehlende Gelder sollen künftig durch Sponsoren gedeckt werden, teilte die Kärntner Landesregierung mit. Die Hauptkosten der Veranstaltung trug bislang der ORF, der wegen eines Sparprogrammes Kürzungen ankündigte.

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Beim dreitägigen Lesewettbewerb brachte sich Petrowskaja bereits am zweiten Tag bei den sieben Juroren als eine der Favoritinnen in Stellung. Die Schriftstellerin und Journalistin erzählte die Geschichte einer jüdischen Urgroßmutter im von den Nazis besetzten Kiew. „Wunderbar, kraftvoll, locker und leicht gewebt“, begründeten die Juroren ihre Entscheidung. Der Hauptpreis ist mit 25 000 Euro dotiert.

Weitere Preisträger

Die 37. „Tage der deutschsprachigen Literatur“ brachten noch weitere Gewinner hervor: So bekam die in Berlin lebende Autorin Verena Güntner den Kelag-Preis in Höhe von 10 000 Euro für „Es bringen“. Den 3sat-Preis in Höhe von 7 500 Euro gewann der in Hamburg lebende Autor Benjamin Maack für „Wie man einen Käfer richtig fängt“. Der Ernst-Willner-Preis der Verlage in Höhe von 5 000 Euro ging an den in München geborenen Heinz Helle für „Wir sind schön“. Die Zuschauer kürten in der Online-Abstimmung die Österreicherin Nadine Kegele für „Scherben schlucken“ zur Trägerin des Publikumspreises, der mit 7 000 Euro dotiert ist.

Der jährlich in der Kärntner Hauptstadt Klagenfurt vergebene Ingeborg-Bachmann-Preis gilt als eine der wichtigsten literarischen Auszeichnungen im deutschen Sprachraum. Er wurde 1976 in Gedenken an die aus Klagenfurt stammende Dichterin Ingeborg Bachmann (1926-1973) ins Leben gerufen. (dpa)

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