25.07.2016
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Köln und Bonn: Studie soll Opernfusion prüfen

Die Interimsspielstätte der Kölner Oper im Musical-Dome am Breslauer Platz.

Die Interimsspielstätte der Kölner Oper im Musical-Dome am Breslauer Platz.

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Stefan Worring

Köln/Bonn -

Die Oberbürgermeister von Bonn und Köln haben am Mittwoch den Auftrag zu einer Machbarkeitsstudie in Sachen gemeinsame Oper unterschrieben.

Drei unabhängige Experten sollen untersuchen, wie die Fusion der beiden Opernhäuser aussehen kann. Beide Städte wollen damit bis zu zehn Millionen Euro im Jahr an Subventionen sparen. Wie weiter mitgeteilt wurde, handelt es sich bei den Beauftragten um den früheren Kölner Opernintendanten Michael Hampe (Leitung), den Kölner Philharmonieintendanten Louwrens Langevoort und den Operndirektor der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg, Stephen Harrison.

Oberbürgermeister wollen Hochkultur sichern

Beiden OBs liege, so wird in Mitteilungen der Presseämter aus dem Schreiben an die Experten zitiert, angesichts der städtischen Finanzlage viel an der langfristigen Sicherung der Qualität unseres Kulturlebens – wozu auch hochklassige Opernaufführungen gehörten. Angesichts der „dramatischen Situation unserer Haushalte“ seien sie gehalten, alle Möglichkeiten zu überprüfen, wie dieses Ziel weiterhin erreicht werden könne und gleichzeitig Kostenreduzierungen entstünden. Im Licht der abgeschlossenen Prüfung solle dann entschieden werden, „ob wir dem Gedanken einer Fusion näher treten“.

Weltniveau nach Fusion?

Einer der Prüfer, Michael Hampe, ist seit langem Befürworter einer Fusion, die es tatsächlich vor dem Ersten Weltkrieg schon einmal gab. Auf einen entsprechenden Vorstoß im „Kölner Stadt-Anzeiger“ im Oktober 2006 hatten Kölner Kulturpolitiker zurückhaltend reagiert und „sorgfältige Prüfung“ angemahnt.

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Auch Jürgen Nimptsch favorisiert eine Fusion, wie aus einer im Mai diesen Jahres von ihm verfassten Denkschrift hervorgeht.

Dort rechnet er vor, dass Köln von 2015 an mit einem Opernetat von 32 Millionen Euro kalkuliert, während in Bonn 18 Millionen zur Verfügung stehen. Eine „Rheinische Oper“ jedoch könne mit einem Etat von 40 Millionen „Weltniveau“ erreichen. (MaS)


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