26.07.2016
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Kölner Museum: NS-Dokumentationszentrum zeigt „Geraubte Kinder – vergessene Opfer“

Kostja Pablowitsch trifft zum ersten Mal Heinrich Himmler (r.)

Kostja Pablowitsch trifft zum ersten Mal Heinrich Himmler (r.)

Köln -

Die Spur des Kostja Pablowitsch Harelek aus Minsk verliert sich in der Endphase des Zweiten Weltkriegs. Ein letztes Bild aus dem Jahr 1944 zeigt einen Teenager mit traurigen Augen, der einen Namen trägt, der nicht der seine ist. Konstantin Gerelik, so heißt Kostja Pablowitsch Harelek, seit Reichsführer SS Heinrich Himmler ihn im August 1941 bei einem Besuch in Minsk in einem Lager entdeckte und den jungen Russen dazu auserkor, ein „brauchbarer deutscher Kerl“ zu werden.

Ein Foto von der ersten Begegnung zwischen Himmler und dem schmalen Zwölfjährigen mit der abgewetzten Schiebermütze ist von diesem Freitag an im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln zu sehen. „Geraubte Kinder – vergessene Opfer“, so heißt die bemerkenswerte Wanderausstellung, die bis zum 3. April 2016 im El-De-Haus am Appellhofplatz zu sehen ist. Ihr Zustandekommen ist das Verdienst eines gleichnamigen Freiburger Vereins, der sich seit Jahren um Betroffene kümmert und sich für eine Entschädigung der Opfer einsetzt.

  1. NS-Dokumentationszentrum zeigt „Geraubte Kinder – vergessene Opfer“
  2. Bilder von verschleppten Kindern
  3. Kinder kamen zu „kinderlosen, gutrassigen“ Adoptiveltern
  4. Keine Entschädigung vom Staat
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