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Kult-Porno: „Deep Throat“-Star Reems ist tot

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Harry Reems, hier beim Golfen in Utah, starb im Alter von 65 Jahren. Foto: AP/dpa
Der Pornofilm „Deep Throat“ machte ihn berühmt: Harry Reems, der mit bürgerlichem Namen Herbert Streicher hieß, ist im Alter von 65 Jahren gestorben. Der Sexfilm wurde in den 1970er Jahren zum Kassenschlager und löste heftige Debatten aus.
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Los Angeles

Der ehemalige US-Schauspieler und Pornodarsteller Harry Reems, der durch den legendären Sex-Streifen „Deep Throat“ bekannt wurde, ist im Alter von 65 Jahren gestorben. Reems, der mit bürgerlichem Namen Herbert Streicher hieß, sei am Dienstag an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben, berichteten mehrere US-Medien am Mittwoch übereinstimmend.

Der Film „Deep Throat“ von 1972 sollte eigentlich unter dem Ladentisch verkauft werden, stieß aber in Zeiten der sexuellen Befreiung auf ein so breites Interesse, dass er zu einem der erfolgreichsten Pornofilme wurde. In dem Film geht es um eine sexuell frustrierte Frau - gespielt von Linda Lovelace - die Rat bei einem von Reems gespielten Arzt sucht. Dieser stellt die Diagnose, dass sich die Klitoris seiner Patientin in der Kehle befindet und macht sich daran, dies zu demonstrieren. Der Film löste damals eine heftige Debatte aus.

Laut der Online-Filmdatenbank IMDb heiratete Reems nach einer gescheiterten Beziehung mit Lovelace eine streng religiöse Frau. Er gab die Schauspielerei in den 1980er Jahren auf und arbeitete im US-Bundesstaat Utah als Immobilienmakler.
Die Rolle in „Deep Throat“ verdankte Reems einem Zufall: Weil der ursprünglich ausgewählte Schauspieler nicht erschien, wurde dem als Beleuchter für den Film eingestellten Reems die Rolle angeboten. Laut dem Branchenblatt „Hollywood Reporter“ spielte er dann eigenen Angaben zufolge in 300 bis 400 Pornofilmen mit. Für seine Rolle in „Deep Throat“ bekam er nach Angaben seines späteren Kollegen Don Schenk ein Honorar von 250 Dollar.

1978 wurde Reems die Rolle des Coach Calhoun im Musikfilm „Grease“ mit John Travolta angeboten - doch die Produzenten ersetzten ihn in letzter Minute durch Sid Caesar, weil sie fürchteten, die Porno-Berühmtheit könnte den Film in ein schlechtes Licht rücken. (afp)

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