25.08.2016
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Kunstmesse: Die 47. Art Cologne ist eröffnet

Die 47. Art Cologne öffnet ihre Tore.

Die 47. Art Cologne öffnet ihre Tore.

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stefan worring

Köln -

Bei der Pressekonferenz zur 47. Art Cologne sagte Daniel Hug, dass jede seiner Messen etwas besser als die vorherige war. Bei seinem Antritt 2008 war das noch keine Kunst, denn damals war die Lage der Mutter aller Kunstmessen desolat. Heute, nach vier erfolgreichen Messen in Folge, ist das hingegen ein durchaus mutiges Versprechen. Aber wenn der Eindruck der Professional Preview für Presse, Händler, Museumsleute und geladene Sammler nicht täuscht, dann setzt Hug seine Serie fort.

Gleich am Eingang der Halle 11 steht ein großes Leuchtreklamen-„Yes“ des Künstlers Jack Pierson, das die Galerie Thaddaeus Ropac mit nach Köln gebracht hat. Ein bisschen platt vielleicht, aber es trifft die Stimmung. Die Galeristen blicken der Messe erwartungsfroh entgegen und sehen sich durch den ersten Andrang bestätigt. Schon gegen Mittag sind die Gänge voll. Bei der Leipziger Galerie Eigen + Art, die mit dem Malerstar Neo Rauch weltweit berühmt wurde, drängeln sich schon fast traditionell die meisten Interessenten. Dass Hug den Eigen + Art-Galeristen Gerd Harry Lybke mit Engelszungen überreden musste, zurück nach Köln zu kommen, scheint bei diesem Anblick Jahrzehnte und nicht Jahre her.

In den Messehalle gibt es die bewährte Mischung der Art Cologne: Im unteren Stockwerk findet sich vor allem die Klassische Moderne, im oberen die junge Kunst, teilweise frisch aus dem Atelier. Und das, was letztes Jahr nicht so toll war, nämlich die aus New York zugelieferte Nada Cologne-Abteilung, hat Hug auf gehaltvolle Weise verschlankt. Gute Stimmung und gute Kunst – jetzt müssen auf der 47. Art Cologne nur noch die guten Verkäufe folgen.