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Märchen: Ältestes Andersen-Märchen entdeckt

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Hans Christian Andersen, gezeichnet 1841 in Dresden von Professor Vogel von Vogelstein Foto: dpa
Ein Forscher hat im dänischen Nationalarchiv einen sensationellen Fund gemacht: die Handschrift mit einem verloren geglaubten Märchen des Nationalhelden Hans Christian Andersen. „Das Talglicht“ heißt der Text.
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Kopenhagen

In Dänemark ist das verloren geglaubte erste Märchen des weltberühmten Erzählers Hans Christian Andersen aufgetaucht. „Das Talglicht“ erzählt von einem Licht, das sich seines Werts nicht bewusst ist, bis eine Streichholzschachtel seine Fähigkeiten erkennt und es zum Brennen bringt, wie die Zeitung „Politiken“ berichtete.

Ein Wissenschaftler war im dänischen Nationalarchiv zufällig über eine Kopie des Texts gestolpert. Nach Ansicht von Experten handelt es sich um das erste Märchen Andersens (1805-1875).

„Wir waren überrascht, als wir von einem Wissenschaftler aus dem Lesesaal angesprochen wurden..., der in einem Packen eines privaten Familienarchivs eine Kopie des Märchens von Hans Christian Andersen fand“, sagte Archivleiter Mads Peter Christensen am Mittwochabend der Zeitung.

Andersen-Märchen
Die Handschrift mit dem Titel „Die Talgkerze“ („Tællelyst“)
Foto: dpa

Einer der führenden Andersen-Experten, Ejnar Stig Askgaard vom Stadtmuseum Odense, sprach von einem „Sensationsfund“. „Teils, weil es als Andersens erstes Märchen gesehen werden muss, teils weil es zeigt, dass er sich bereits als junger Mann für Märchen interessierte, bevor er den Schriftstellerberuf ergriff.“

Bei dem Manuskript handelt es sich um eine auf vergilbtem Papier verfasste handschriftliche Kopie der Familie einer „Frau Bunkeflod“, der das Märchen auch gewidmet ist. Die Vikarswitwe Bunkeflod war eine Vertraute des Autors in dessen Kindheit. Das Blatt wurde von der Vikarsfamilie an eine andere, mit den Andersens befreundete Familie geschickt. Im Nachlass dieser Familie Plum fand sich nun der im Vergleich zu Andersens späteren Märchen noch ungelenke Text.

Andersens Märchen, Gedichte und Reiseberichte wurden in mehr als 120 Sprachen übersetzt, zu den berühmtesten zählen „Die Schneekönigin“, „Das hässliche Entlein“, „Des Kaisers neue Kleider“, „Der standhafte Zinnsoldat“ und „Die kleine Meerjungfrau“ sowie „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“. (afp)

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