24.07.2016
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Nachruf-Panne: Spiegel beerdigt den alten Bush

Die Nachrichten von seinem Tod sind stark übertrieben: George Bush.

Die Nachrichten von seinem Tod sind stark übertrieben: George Bush.

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dapd

Hamburg -

„Spiegel Online“ hat aus Versehen den früheren US-Präsidenten George Bush senior mit einem Nachruf gewürdigt. Rund ein Dutzend noch nicht zur Veröffentlichung bestimmte Texte seien am Sonntag durch einen technischen Fehler „live geschaltet“ worden, sagte Chefredakteur Rüdiger Ditz. Sie seien nicht auf die Homepage gestellt, sondern über sogenannte Feeds ins Internet geraten. „Wenn wir Texte live schalten, dann werden sie über diese Feeds automatisiert ausgegeben.“ Die Panne sei gegen 9 Uhr passiert und nach etwa fünf Minuten korrigiert worden.

Feedback, zum Glück

Washington-Korrespondent Marc Pitzke hatte den Nachruf an die Redaktion in Hamburg geschickt und dazu den Warnhinweis „Launch nur nach Absprache mit CVD“, der dann übersehen wurde. In den sozialen Netzwerken war der Fehler schnell bemerkt worden. „Wir haben nun mal ein ziemlich großes Publikum, wenn ein Fehler über die Feeds läuft, kommt ziemlich schnell ein Feedback, zum Glück“, sagte Ditz.

Bush senior war kam Ende November wegen einer schweren Bronchitis in eine Klinik und später auf die Intensivstation eingeliefert worden. Mittlerweile soll es dem 88-jährigen wieder etwas besser gehen. Der Branchendienst turi2 kommentierte die Panne so: „Die Nachrufe auf Bush senior dürften zwar - wie in der Branche bei kränkelnden Prominenten üblich - fertig in den Schubladen liegen. Nur herausziehen darf man sie nicht zu früh.“ (dpa, ksta)