24.07.2016
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Programm 2013: Gorbatschow liest auf der lit.Cologne

Bunt und dicht gefüllt: Das Programm der lit.Cologne an einer Magnetwand im Büro der Veranstalter.

Bunt und dicht gefüllt: Das Programm der lit.Cologne an einer Magnetwand im Büro der Veranstalter.

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stefan worring

Köln -

Größer war sie noch nie. Die lit.Cologne präsentiert bei ihrem 13. Auftritt im kommenden Frühjahr insgesamt 206 Veranstaltungen. Ein neuer Rekord. Erstmals ist die Zahl der Angebote für Kinder und Jugendliche genauso groß wie die für die Erwachsenen. Auf einmal also steht „die kleine Schwester“ der lit.Cologne, so sagte es Angela Maas von der lit.kid.Cologne vor der Presse in Köln, auf Augenhöhe mit „dem großen Bruder“. Ein Zugewinn an Programm, der zumal der Imhoff-Stiftung zu verdanken ist, die ihr finanzielles Engagement für die jungen Leser abermals verstärkt hat.

Und noch eine dritte Novität bietet das Internationale Literaturfestival. Die Inklusion, die einen barrierefreien Zugang zu den Veranstaltungen auch für Menschen mit einem Handicap erfordert, wird bei zumindest 21 Terminen praktiziert. Erforderlich dafür sind nicht nur Rampen für Rollstuhlfahrer, sondern beispielsweise auch Gebärdendolmetscher, Induktionsschleifen für Hörgeräteträger oder Schriftdolmetscher, die das gesprochene Wort sekundenschnell als Text auf eine Leinwand werfen – wenn nicht gerade der Sprecher, wie bei der Demonstration auf der Pressekonferenz ein einziges Mal geschehen, dann doch ein allzu fixes Tempo vorlegt.

Das Programm ist abermals mit zahlreichen Attraktionen gespickt. Unter den 317 Mitwirkenden, darunter 190 Autoren, sind in kalendarischer Folge unter anderem vertreten: David Grossman, Tilman Rammstedt, Florian Illies, Krimi-Queen P. D. James, Leander Haußmann und Sven Regener, Almudena Grandes, David Mitchell, Nobelpreisträgerin Herta Müller, Eva Menasse, Büchner-Preisträgerin Felicitas Hoppe, John von Düffel, Philippe Pozzo di Borgo aus „Ziemlich beste Freunde“, Asa Larsson, Martin Walser, Ljudmilla Ulitzkaja, Michael Köhlmeyer, Wilhelm Genazino, Norbert Scheuer, Buchpreisträgerin Ursula Krechel, Dave Eggers, Alfred Neven DuMont und Jürgen Flimm, Julian Barnes, Anne Sinclair, Michail Gorbatschow, Elizabeth George, Etgar Keret, Rainald Goetz, Navid Kermani, Amos Oz, Dietmar Dath und Juli Zeh.

Hinzu kommen „Patenschaften“ und „Uraufführungen“ (mit Bovenschen, Glavinic, Kermani, Köhlmeier, Wondratschek). Unübersehbar auch die Eigenproduktionen, also die selbst gestrickten Themenabende. Diesmal widmen sie sich Roberto Bolano, Ross Thomas, der Reportage, der Niederlage, der Blamage, dem Orient, der Eifel und dem Werk des kaum bekannten Karl Hans Jahnke.

Annan im Gespräch mit Joschka Fischer

Wer so viel Prominenz zu bieten hat, kann es sich erlauben, eher beiläufig zu erwähnen, dass im letzten Moment noch eine weitere Veranstaltung aufgenommen worden ist: Kofi Annan stellt seine Autobiografie „Ein Leben in Krieg und Frieden“ am 16. März in der Uni-Aula vor. Sein Gesprächspartner wird Joschka Fischer sein.