27.07.2016
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Rassismusvorwürfe gegen Frei.Wild: Festival-Leitung hüllt sich in Schweigen

Die umstrittene Band Frei.Wild — das Musikmagazin Visions hat jetzt Konsequenzen geszogen.

Die umstrittene Band Frei.Wild — das Musikmagazin Visions hat jetzt Konsequenzen geszogen.

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PROMO

Nach der Absage der Band Frei.Wild beim With Full Force hörte man von den Festival-Veranstaltern erstmal nichts: Wenig später griffen sie zumindest die Absage der Band auf und verbreiteten sie über die Festival-Homepage sowie die Fanseite bei Facebook. Auf eine wirkliche Stellungnahme wartete die Öffentlichkeit jedoch vergeblich.

Viele Fragen bleiben offen

Nun hat der With-Full-Force-Veranstalter Sven Borges dem Musikmagazin Visions zumindest ein Email-Interview gegeben. Klare Aussagen gibt es wenige, viele Fragen bleiben weiterhin offen. Das klingt dann so: "Wertungen über die Band Frei.Wild, deren Texte oder deren Vergangenheit möchte und kann ich nicht abgeben." Zwar stellt sich Borges gegen Rassismus, der Bezug zur Band aus Südtirol bleibt aber aus.

"Und wir haben schon immer klare Aussagen dazu getroffen, dass Nazis und Rassisten bei uns nichts zu suchen haben", sagt der Veranstalter dem Dortmunder Musikmagazin. Ausweichende und knappe Antworten bestimmen eigentlich das gesamte Interview.

Musikfans, Öffentlichkeit und wahrscheinlich auch die Präsentatoren und Sponsoren des With Full Force-Festivals haben sich da wahrscheinlich schon ein wenig mehr erhofft.

Unantastbar sagen Auftritt ab

Nach der Band Frei.Wild hat nun auch die ebenfalls umstrittene Band Unantastbar ihren Auftritt abgesagt. Deren Sänger war zuvor Schlagzeuger der Rechtsrock-Band Kaiserjäger, in der auch Frei.Wild-Sänger Philipp Burger Mitglied war.

Wie es mit den Sponsoren und Präsentatoren des Festivals weitergeht, bleibt noch spannend. Der Festivalguide hatte dem With Full Force einen Fragenkatalog geschickt und für Antworten einen Zeitraum bis Montag, 18. Februar, eingeräumt.

Noch ist nicht ganz klar, ob auch der Festivalguide nun die Präsentation beendet, wie es das Visions-Magazin bereits am Donnerstag vergangener Woche getan hat.


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